Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Craspedosomatidae
heimisch in Deutschland
BfN Rote Liste Deutschland · 95 %
Listrocheiritium cervinum Verhoeff, 1925 ist ein Tausendfüßer aus der Ordnung der Chordeumatida, der sich durch seine sehr spezifische und seltene Erscheinung auszeichnet. Als Vertreter dieser Gruppe besitzt das Tier einen langgestreckten Körper, der in zahlreiche Segmente unterteilt ist, wobei jedes Segment typischerweise zwei Beinpaare trägt. Diese Tiere bevorzugen feuchte und schattige Lebensräume, in denen sie sich vor Austrocknung schützen können. Ihre Ernährung basiert primär auf zersetzendem organischem Material wie abgestorbenen Pflanzenteilen und Humus, wodurch sie eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf des Bodens einnehmen. In deinem Garten kannst du diese Tiere unterstützen, indem du Totholz liegen lässt und Laubschichten als natürlichen Lebensraum erhältst. Ein konsequenter Verzicht auf Pestizide ist essenziell, da diese empfindlichen Bodenbewohner sehr sensibel auf chemische Substanzen reagieren. Da die Art in Deutschland als extrem selten eingestuft ist, stellt jeder naturnahe Garten einen wertvollen Rückzugsort dar. Die Förderung einer lockeren Bodenstruktur durch Mulchschichten bietet ihnen zudem die notwendigen Versteckmöglichkeiten.
Die Datenlage erlaubt keine detaillierte Angabe zum jahreszeitlichen Zyklus. Wie bei vielen Tausendfüßern dieser Gruppe ist jedoch von einer ganzjährigen Aktivität im Bodenraum auszugehen, sofern die Feuchtigkeit und Temperatur des Bodens dies zulassen.
Diese Art ist als extrem selten eingestuft und steht unter besonderem Schutz. Von dem Tier geht keine Gefahr aus, da es weder beißt noch sticht und als harmloser Zersetzer im Ökosystem fungiert.
Listrocheiritium cervinum gehört zur Familie der Craspedosomatidae innerhalb der Ordnung der Chordeumatida. Die Art ist in Deutschland beheimatet und gilt aufgrund ihrer Seltenheit als besonders schützenswert. Als bodenlebender Tausendfüßer ist sie auf ein stabiles Mikroklima angewiesen, das durch eine intakte Bodenstreu gewährleistet wird.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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