Bild folgtKI-generierte IllustrationLycopodiella inundata
Auch bekannt als: Moor-Bärlapp, Sumpfbärlapp, Sumpf-Bärlapp, lycopode inondé, Moorbärlapp, Gewöhnlicher Sumpf-Bärlapp
Du erkennst den Gewöhnlichen Moorbärlapp an seinen kriechenden Trieben, die wie am Boden liegende, grüne Tannenzweige aussehen und dichte Teppiche bilden. Da er auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird, holst du dir mit ihm einen echten Überlebenskünstler in den Garten, der heute in der Natur kaum noch Platz findet. Als Spezialist für feuchte Pionierstandorte (unbesiedelte Flächen) trägt er zur Artenvielfalt in Moorkübeln oder am Teichrand bei. Auch wenn er keine Blüten für Bienen besitzt, ist er als Urzeitpflanze ein wichtiger Baustein für das ökologische Gleichgewicht spezialisierter Lebensräume. Wenn du ein Herz für seltene Pfleglinge hast, ist dieser winzige Exot genau die richtige Wahl für dich.
Ein lebendes Fossil für dein Moorbeet: Schütze den seltenen Rote-Liste-Star.
In deinem Garten übernimmt der Gewöhnliche Moorbärlapp die Rolle eines hochspezialisierten Nischenbesetzers. Da er zu den Farnverwandten zählt, produziert er keinen Nektar oder Pollen für Insekten, sondern verbreitet sich über extrem leichte Sporen (0.0 mg), die über weite Strecken vom Wind getragen werden können. Nach aktuellen Bestäubungsdaten gibt es keine direkten Blütenbesucher, doch seine dichten Matten dienen als wichtiger Lebensraum und Feuchtigkeitsspeicher für wirbellose Kleinstiere in Moorkulturen. Durch seine Fähigkeit, offene Bodenstellen in Feuchtgebieten zu besiedeln, schützt er den Boden vor Erosion. Als bedrohte Art leistet er einen wertvollen Beitrag zur genetischen Vielfalt in deiner Region.
Der Gewöhnliche Moorbärlapp wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält pflanzliche Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb er außerhalb der Reichweite von Kleinkindern und Haustieren gepflanzt werden sollte. Falls es dennoch zu einer Aufnahme von Pflanzenteilen kommt, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Aug – Okt
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.048 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), er benötigt mindestens 6 Stunden direktes Licht.
Boden: Der Untergrund muss extrem nährstoffarm sein (Schwachzehrer). Nutze ein Gemisch aus Sand und ungedüngtem Torfersatz für Moorbeetpflanzen.
Feuchtigkeit: Halte den Boden dauerhaft sehr feucht bis nass (Feuchtezahl 9), er verträgt zeitweise Überschwemmungen.
Bodenreaktion: Er benötigt ein saueres Milieu (Reaktionszahl 2), vermeide daher kalkhaltiges Gießwasser.
Wuchshöhe: Mit einer Höhe von 0.05 m bleibt er flach am Boden und bildet kriechende Ausläufer.
Pflanzzeit: Setze ihn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den feuchten Boden.
Pflege: Entferne regelmäßig aufkommende Gräser oder Moos, damit der Bärlapp nicht verdrängt wird.
Pflanzpartner: Die Glocken-Heide (Erica tetralix) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen sauren und feuchten Standortbedingungen liebt.
Der Gewöhnliche Moorbärlapp (Lycopodiella inundata) gehört zur Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae) und ist ein heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder schon immer indigen war). Er wächst bevorzugt in nährstoffarmen Mooren, Heidegebieten und an Ufersäumen auf sauren Böden. Da er eine Gefäßsporenpflanze ist, bildet er keine Samen, sondern vermehrt sich über Sporen, die in aufrechten, kolbenartigen Ästen entstehen. Seine schmalen, spitzen Blättchen sind spiralig um die kriechenden Stängel angeordnet, was ihm sein charakteristisches, moosartiges Aussehen verleiht.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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