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Lycopodium issleri
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Auch bekannt als: Lycopodium issleri
Auffällig sind die fächerförmig angeordneten, abgeflachten Zweige, die dem Isslers Bärlapp (Lycopodium issleri) ein fast korallenartiges Aussehen verleihen. Diese seltene Art ist ein wahrer Überlebenskünstler für karge, bodensaure Standorte und bereichert deinen Garten um eine urzeitliche Komponente. Da die Pflanze Sporen statt Blüten bildet, lockt sie zwar keine typischen Bestäuber an, bietet aber spezialisierten Bodenorganismen in Heidebiotopen einen wichtigen, ganzjährigen Lebensraum. Wenn du ein Herz für botanische Raritäten hast, ist dieser immergrüne Bodenbewohner eine faszinierende Wahl für dich.
Ein lebendes Fossil für Kenner: Isslers Bärlapp krönt jeden sauren Heidegarten.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen nimmt der Isslers Bärlapp eine Sonderrolle ein, da er als Sporenpflanze weder Nektar noch Pollen produziert. Dennoch ist er für die Artenvielfalt wertvoll, da seine immergrünen Matten den Boden beschatten und ein stabiles Mikroklima für wirbellose Kleintiere wie spezialisierte Spinnenarten schaffen. In Heide-Ökosystemen dient er als wichtiger Strukturgeber. Die Sporen selbst sind extrem fettreich und waren historisch bedeutsam, heute dienen sie primär der natürlichen Erhaltung seltener Lebensräume. In deinem Garten fördert er vor allem die Bodenbiologie an schwierigen, sauren Standorten.
Isslers Bärlapp ist nicht kindersicher, da alle Pflanzenteile giftige Alkaloide wie Lycopodin enthalten. Ein Verzehr kann zu Übelkeit führen. Zudem sind die reifen Sporen hochgradig entzündlich und dürfen nicht mit offenem Feuer in Kontakt kommen. Im Notfall kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Isslers Bärlapp (Lycopodium issleri) gehört zur Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae) und ist eine geschützte Art, die vor allem in den Mittelgebirgen und Alpen vorkommt. Sein natürlicher Lebensraum umfasst lichte Wälder und Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) auf sauren Böden. Morphologisch zeichnet er sich durch kriechende Sprossachsen aus, von denen aufsteigende, gabelig verzweigte Triebe abzweigen. Als Gefäßsporenpflanze bildet er keine Samen, sondern vermehrt sich über winzige Sporen in spezialisierten Ähren.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.