Bild folgtKI-generierte IllustrationLycopus europaeus subsp. europaeus
Auch bekannt als: Lycopus europaeus subsp. europaeus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer den Ufer-Wolfstrapp sind die kleinen, weißlichen Bluetenquirle, die direkt in den Blattachseln der tief gesaegten Blaetter sitzen. Als Bewohner von feuchten Uferzonen und Sumpfbeeten ist er ein echtes Arbeitstier fuer die Artenvielfalt im Garten. Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitieren vor allem seltene Schmetterlinge wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) oder der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) von seinem Nektarangebot. Mit einer Wuchshoehe von exakt 0.62 m bleibt er angenehm kompakt und findet auch am Rand kleinerer Teiche Platz. Wenn du eine naturnahe Wasserstelle planst, triffst du mit dieser indigenen (einheimischen) Art genau die richtige Entscheidung.
Kompakter Sumpf-Spezialist mit 0,62 m Hoehe: Die Tankstelle fuer Dickkopffalter.
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Der oekologische Wert dieser Art zeigt sich besonders waehrend der Bluetezeit von Juli bis September. Laut aktuellen Beobachtungsdaten ist sie eine wichtige Nektarquelle fuer Schmetterlinge wie den Orient-Dickkopffalter (Carcharodus orientalis), den Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) und den Malven-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae). Auch die Dickkopffalter-Arten Muschampia tessellum und Muschampia mohammed wurden als Bestaeuber nachgewiesen. Da die Pflanze nicht verholzt, bietet sie im Winter hohle Stengel als Rueckzugsort fuer kleine Arthropoden (Gliederfuesser). Durch die Windausbreitung der winzigen Samen leistet sie zudem einen Beitrag zur natuerlichen Vernetzung von Wasserstellen in deiner Nachbarschaft.
Der Ufer-Wolfstrapp wird in oekologischen Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Da er Inhaltsstoffe enthaelt, die bei Verzehr problematisch sein koennten, sollten Kinder und Haustiere von der Pflanze ferngehalten werden. Im Falle einer Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.625 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Waehle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz direkt am Teichufer oder in einer Sumpfzone.
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein; die Pflanze vertraegt zeitweise sogar Ueberschwemmungen.
Pflanze vorzugsweise im Fruehling (Maerz bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte die Wuchshoehe von 0,62 m bei der Pflanzplanung im Hintergrund von niedrigen Sumpfpflanzen ein.
Eine Bodenvorbereitung ist meist nicht noetig, sofern der Standort ausreichend naehrstoffreich und nass ist.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert ueber die leichten Samen oder unterirdische Auslaeufer.
Lasse die Staude ueber den Winter stehen, um die Struktur zu erhalten und Insekten Schutz zu bieten.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – sie besiedelt aehnliche Feuchtbiotope und ergaenzt die spaete Bluete des Wolfstrapps durch ihren fruehen Flor.
Der Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus subsp. europaeus) gehoert zur Familie der Lippenbluetler (Lamiaceae). Er ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Standorte wie Roehrichte, Erlenbrueche (nasse Waldgesellschaften) und Graeben. Die Pflanze ist krautig und verholzt nicht, was sie als typische Staude kennzeichnet. Eine Besonderheit sind ihre sehr leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von nur etwa 0,26 mg, die problemlos vom Wind oder Wasser verbreitet werden. Durch eine arbuskulaere Mykorrhiza (AM - eine Symbiose mit Bodenpilzen) ist er oekologisch bestens vernetzt.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →