
Lysimachia nummularia
Auch bekannt als: Münzkraut, Pfennigkraut
4
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die münzartig runden Blätter und die leuchtend gelben Schalenblüten, die flach über dem Boden kriechen. Der Pfennig-Gilbweiderich (Lysimachia nummularia) ist ein hervorragender Bodendecker für feuchte Gartenbereiche, der dichte Teppiche bildet. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Insekten wie der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) und die Blattwespe (Monostegia abdominalis) von seinem Blütenangebot. In deinem Garten hilft er dabei, offene Bodenstellen schnell und ökologisch sinnvoll zu schließen und schützt das Bodenleben vor Hitze. Du kannst mit dieser robusten Art ohne viel Aufwand einen wertvollen Lebensraum direkt am Boden schaffen.
Goldgelber Teppichkünstler: Heimischer Bodendecker für Schatten und Feuchtigkeit.
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Der Pfennig-Gilbweiderich (Lysimachia nummularia) ist ein wichtiger Bestandteil des heimischen Ökosystems. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird die Pflanze regelmäßig von der Blattwespe (Monostegia abdominalis) und dem bekannten Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) aufgesucht. An Teichen oder Bachläufen dient das dichte Blattwerk zudem der Frühen Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula) als sicherer Ruheplatz. Interessanterweise gehört das Kraut sogar zum Nahrungsspektrum des Nutrias (Myocastor coypus). Durch seinen dichten, kriechenden Wuchs fungiert er als natürlicher Mulchersatz und schützt Kleinstlebewesen im Boden vor dem Austrocknen.
In deinem Garten solltest du beachten, dass der Pfennig-Gilbweiderich als nicht kindersicher eingestuft wird. Ein Verzehr von Pflanzenteilen sollte daher vermieden werden, um mögliche Unverträglichkeiten zu verhindern. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Wildpflanzen. Die Pflanze ist für einen normalen Familiengarten bei achtsamem Umgang gut geeignet.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Wähle einen Standort im Schatten, da die Pflanze dort ihre volle Wuchskraft entfaltet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, um den natürlichen Bedürfnissen der Art zu entsprechen.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt sie in ganz normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Achte darauf, dass der Boden zum Zeitpunkt der Pflanzung offen und frostfrei ist.
Die Vermehrung gelingt dir ganz einfach, indem du bewurzelte Teilstücke der Kriechtriebe abtrennst und an neuer Stelle einsetzt.
Ein Rückschnitt ist im naturnahen Garten nicht erforderlich, kann aber zur Begrenzung des Wuchses jederzeit erfolgen.
Gute Partnerin: Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – beide teilen ähnliche Ansprüche an feuchte Standorte und ergänzen sich in der Struktur hervorragend.
Der Pfennig-Gilbweiderich (Lysimachia nummularia) ist eine in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimische Pflanzenart. Er besiedelt als Indigen (eine schon seit langer Zeit hier vorkommende Art) bevorzugt Standorte im Schatten mit frischen, also mäßig feuchten Bodenverhältnissen. Typisch für den Wuchs ist die Ausbildung langer Kriechtriebe, die an den Knotenpunkten Wurzeln schlagen und so den Boden lückenlos überziehen. Laut der Roten Liste gilt die Art in der gesamten Region als ungefährdet und ist somit weit verbreitet.
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Manfred Ruckszio / Adobe Stock
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