Bild folgtKI-generierte IllustrationLysimachia thyrsiflora
Auch bekannt als: Straußblütiger Gilbweiderich
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den dichten, gelben Blütenständen, die wie kleine Pinsel aus den Blattachseln wachsen, lässt sich der Strauß-Gilbweiderich (Lysimachia thyrsiflora) sofort erkennen. Diese einheimische Pflanze ist ein Spezialist für feuchte Standorte und leistet einen echten Beitrag zum Artenschutz, da sie bereits auf der Vorwarnliste (V) der gefährdeten Arten steht. In deinem Garten dient sie als wichtige Lebensgrundlage für Insekten wie die Blattwespe Monostegia abdominalis oder die Gammaeule (Autographa gamma). Durch ihre Wurzel-Symbiose verbessert sie zudem ganz natürlich die Bodenqualität deines Gartens. Wenn du eine feuchte Senke oder einen Teichrand besitzt, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Ein gelber Leuchtturm für feuchte Standorte und die seltene Gammaeule.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Strauß-Gilbweiderich eine essenzielle Futterpflanze für die Blattwespe Monostegia abdominalis. Auch Wanderfalter wie die Gammaeule (Autographa gamma) nutzen das Angebot dieser gelben Blüteninseln. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) fördert die Pflanze zudem die Bodengesundheit und das Wurzelwachstum benachbarter Arten. Da die Pflanze auf der Vorwarnliste steht, fungiert dein Garten als wichtiges Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für gefährdete Insektenarten. Im Winter bieten die hohlen Stängel oft Schutz für überwinternde Kleinstlebewesen, wenn man sie nicht zurückschneidet.
Der Strauß-Gilbweiderich wird als nicht kindersicher eingestuft. Es ist ratsam, ihn in Bereichen des Gartens zu pflanzen, die nicht als direkte Spielfläche für Kleinkinder dienen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen besteht aufgrund der charakteristischen, seitlich wachsenden Blütenbüschel jedoch kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Standort: Wähle einen halbschattigen Platz, an dem der Boden dauerhaft feucht bleibt.
Boden: Als Mittelzehrer benötigt die Pflanze einen normalen, mäßig nährstoffreichen Gartenboden ohne Staunässe-Angst.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Achte darauf, dass die Erde im Sommer nie vollständig austrocknet; ein Platz am Teichrand ist ideal.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich über Ausläufer aus und bildet mit der Zeit schöne Bestände.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist der Blutweiderich (Lythrum salicaria). Beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Füße und ergänzen sich optisch sowie ökologisch wunderbar am Wasserlauf.
Der Strauß-Gilbweiderich (Lysimachia thyrsiflora) ist eine indigene (einheimische) Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorkommt. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Sumpfwiesen und Uferzonen, wo sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), also eine nützliche Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, eingeht. Morphologisch zeichnet sie sich durch aufrechte Stängel und gegenständige Blätter aus, wobei die Blüten nicht an der Spitze, sondern seitlich am Stängel erscheinen. Da die Art in der Natur seltener wird, gilt sie als wertvoller Bestandteil für die Erhaltung der regionalen Artenvielfalt.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →