Bild folgtKI-generierte IllustrationLythrum portula
Auch bekannt als: Peplis portula subsp. portula
Du erkennst den Quendel-Weiderich (Lythrum portula) an seinem kriechenden, krautigen Wuchs und den kleinen, breitblättrigen Blättern, die sich bei viel Sonne oft rötlich verfärben. Mit einer Wuchshöhe von nur 0,11 m bildet er dichte Matten auf feuchten, mageren Böden. Da er ein spezialisierter Schwachzehrer (Pflanze, die auf nährstoffarmen Böden gedeiht) ist, besetzt er wichtige Nischen an Teichrändern oder auf nassen Gartenwegen. Seine Blütezeit von Juli bis September macht ihn zu einer verlässlichen Nahrungsquelle im Spätsommer, wenn viele andere Arten bereits verblüht sind. Er schützt durch seinen dichten Wuchs das Mikroklima am Boden und bewahrt Feuchtigkeit. Hast du eine feuchte, sonnige Stelle im Garten, an der dieser heimische Bodendecker seine Wirkung entfalten kann?
Heimischer Bodendecker für nasse Füße: Nur 11 cm hoch und ökologisch wertvoll.
Der Quendel-Weiderich leistet einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt in feuchten Gartenbereichen. Als Schwachzehrer (Pflanze für nährstoffarme Böden) fördert er eine spezialisierte Flora und Fauna, die auf gedüngten Flächen keine Überlebenschance hätte. Seine Blütezeit zwischen Juli und September stellt sicher, dass Bestäuber auch im späten Jahr noch Nahrung finden. Die extrem leichten Samen (0,0322 mg) dienen als Energiequelle für kleine Organismen und ermöglichen der Pflanze die Besiedlung isolierter Feuchtstellen. Da er dichte Matten bildet, stabilisiert er den Boden an Uferzonen und bietet Schutz für bodennah lebende Kleinstlebewesen. Als heimische Art ist er voll in das lokale Ökosystem integriert und unterstützt die natürliche Artenvielfalt.
Der Quendel-Weiderich wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder keine Teile der Pflanze verzehren, auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle dokumentiert sind. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs erreichst du den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.105 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), damit die Pflanze kompakt wächst.
Halte den Boden stetig feucht bis nass (Ellenberg Feuchte 8), ideal ist ein Platz in der Uferzone deines Gartenteichs.
Setze ihn unbedingt in mageres Substrat (Schwachzehrer), da er in nährstoffreichen Böden schnell von Gräsern verdrängt wird.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch frostfrei ist.
Beachte die geringe Wuchshöhe von genau 0,11 m; er sollte nicht von größeren Nachbarn beschattet werden.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze im Winter oberirdisch vergeht und im Frühjahr neu austreibt.
Die Vermehrung erfolgt meist von selbst durch die leichten Samen, die sich über Wind und Wasser im Garten verteilen.
Gute Partnerin: Brennender Hahnenfuß (Ranunculus flammula) – er teilt die Vorliebe für sonnige, nasse und nährstoffarme Standorte.
Der Quendel-Weiderich gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz flächendeckend heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind schlammige Ufer, feuchte Äcker oder wechselfeuchte Senken, die neutral bis schwach sauer reagieren. Er wächst rein krautig, verholzt nicht und ist durch seine geringe Wuchshöhe von 0,11 m eine typische Pionierpflanze (Art, die neu entstandene Lebensräume schnell besiedelt). Besonders auffällig ist die geringe Größe seiner Samen, die mit nur 0,0322 mg so leicht sind, dass sie durch Wind und Wasser über weite Strecken verbreitet werden können.
2 Videos zu Quendel-Weiderich
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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