Bild folgtKI-generierte IllustrationMalaxis monophyllos
Auch bekannt als: Microstylis monophyllos
Du erkennst das Kleinblütige Einblatt an seinem meist einzelnen, breit-eiförmigen Blatt und dem unscheinbaren, grünlichen Blütenstand, der nur 0,1 m in die Höhe ragt. Diese heimische Orchidee ist ein echtes Juwel für naturnahe Gärten, da sie mit dem Status 3 auf der Roten Liste als gefährdet gilt. Durch ihre Ansiedlung trägst du aktiv zum Erhalt einer seltenen Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei. Da sie in einer engen Symbiose mit Mykorrhiza (Wurzelpilzen) lebt, ist sie ein Indikator für ein gesundes Bodenleben. Möchtest du dieser botanischen Rarität ein sicheres Zuhause in deinem Schattengarten schenken?
Gefährdete Schatten-Schönheit: Hol dir eine echte Wildorchidee in den Garten.
Das Kleinblütige Einblatt leistet einen wertvollen Beitrag zur genetischen Vielfalt in unseren Gärten. Da die Art auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft wird, fungiert jede Gartenpopulation als kleiner Trittstein für den Artenschutz. In der Zeit von Juni bis September bietet sie eine späte Blütephase im Schattenbereich. Die Pflanze lebt in einer obligaten (zwingenden) Gemeinschaft mit Mykorrhiza-Pilzen, wodurch sie die biologische Aktivität und Vernetzung im Gartenboden fördert. Auch wenn für diese seltene Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bereichert ihre Anwesenheit das ökologische Gefüge feuchter Standorte maßgeblich.
Das Kleinblütige Einblatt wird als nicht kindersicher eingestuft. Da es sich um eine seltene Orchideenart handelt, sollten die Pflanzenteile grundsätzlich nicht verzehrt werden. In Haushalten mit neugierigen Haustieren oder Kleinkindern empfiehlt sich ein Standort, der vor direktem Zugriff geschützt ist.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.103 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Schatten, da die Pflanze keine direkte Sonne verträgt.
Der Boden sollte frisch bis feucht sein (Ellenberg Feuchtewert 7) – vermeide Staunässe, aber lass die Erde nie austrocknen.
Nutze normalen Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben, da die Art ein Mittelzehrer ist.
Achte auf ein neutrales bis schwach saures Bodenmilieu (Reaktionswert 6).
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst vor dem ersten Bodenfrost.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 cm ein, damit sich die kleine Orchidee gegen Wucherer behaupten kann.
Da sie nur 0,1 m hoch wird, solltest du sie an den Beetrand setzen, um sie nicht aus den Augen zu verlieren.
Gute Partnerin: Die Einbeere (Paris quadrifolia) – sie bevorzugt die gleichen feuchten Schattenplätze und ergänzt das Einblatt in der Krautschicht perfekt.
Das Kleinblütige Einblatt (Malaxis monophyllos) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae). Es ist in der gesamten DACH-Region heimisch und besiedelt natürlicherweise feuchte Wälder sowie Niedermoore (wassergesättigte, torfbildende Moore). Als krautige, nicht verholzte Pflanze ist sie durch ein charakteristisches, breitblättriges Laubblatt gekennzeichnet, das den Stängel an der Basis umschließt. Botanisch interessant ist ihre Lebensweise als Mittelzehrer auf neutralen bis schwach sauren Böden, wobei sie für ihre Nährstoffaufnahme zwingend auf spezifische Bodenpilze angewiesen ist.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →