Bild folgtKI-generierte IllustrationCampanula medium
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Marien-Glockenblume (Campanula medium) sofort an ihren auffallend großen, bauchigen Glockenblüten, die in dichten Trauben am Stängel sitzen. Sie ist ein Klassiker im naturnahen Garten und bietet durch ihre Kelchform wertvollen Schutz und Nahrung. Besonders spezialisierte Wildbienen wie die Kurzfransige Scherenbiene (Chelostoma florisomne) profitieren von ihrem Pollenangebot. Mit ihrer stattlichen Gestalt bereichert sie jeden halbschattigen Platz und sorgt für eine romantische Atmosphäre. Wenn du eine Pflanze suchst, die ökologischen Nutzen mit nostalgischem Charme verbindet, ist sie die richtige Wahl für dich.
Prächtige Glockenblüten: Ein 0,68 m hoher Magnet für spezialisierte Scherenbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Marien-Glockenblume eine wertvolle Tankstelle für verschiedene Insektengruppen. Besonders die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) und die Ackerhummel (Bombus pascuorum) besuchen die tiefen Blütenkelche regelmäßig. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) findet hier von Juni bis September eine verlässliche Nahrungsquelle. Eine ökologische Besonderheit ist die Kurzfransige Scherenbiene (Chelostoma florisomne), die auf Glockenblumen als Pollenquelle spezialisiert ist. Die winzigen Samen (0.323 mg) dienen der natürlichen Fernausbreitung durch Wind im Garten. So förderst du mit dieser Art gezielt die Artenvielfalt in deinem direkten Umfeld.
Beachte bitte, dass die Marien-Glockenblume laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft ist. Auch wenn sie nicht als hochgiftig gilt, sollten kleine Kinder und Haustiere vorsichtshalber nicht an den Pflanzenteilen knabbern. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.675 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: 5 (Halbschatten): Wähle einen Standort im Halbschatten, um sie vor der prallen Mittagssonne zu schützen.
Boden: Frisch (Mäßig feucht) bedeutet, die Erde sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne dass Staunässe entsteht.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) reicht ihr eine Gabe Kompost im Frühjahr völlig aus.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Wuchs: Da sie genau 0.68 m hoch wird, benötigt sie an windgeschützten Stellen meist keine zusätzliche Stütze.
Vermehrung: Die sehr leichten Samen (0.323 mg) verbreiten sich über den Wind; lass die Stände für die Selbstaussaat über den Winter stehen.
Bodenvorbereitung: Die Pflanze bevorzugt einen neutralen bis schwach sauren Boden (Reaktion 6), was normaler Garten- oder Walderde entspricht.
Pflege: Schneide Verblühtes nur ab, wenn du eine weitere Ausbreitung verhindern willst, ansonsten erst im Spätwinter entfernen.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) — sie hat ähnliche Standortansprüche und ergänzt die frühe Blütezeit ökologisch sinnvoll.
Die Marien-Glockenblume gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. In der Natur besiedelt sie oft Waldränder oder Lichtungen, die frische (mäßig feuchte) Bedingungen bieten. Die Pflanze wächst als zweijähriges Kraut, das im ersten Jahr eine Blattrosette bildet und im zweiten Jahr den Blütenstand austreibt. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.68 m bleibt sie kompakt und standfest, ohne dabei zu verholzen.
3 Videos zu Marien-Glockenblume



5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →