Bild folgtKI-generierte IllustrationMarmota marmota latirostris
Das Murmeltier (Marmota marmota latirostris) ist ein stattliches Nagetier mit einem walzenfoermigen Koerper, dichtem graubraunem Fell und einem buschigen Schwanz, das Du oft beim aufrechten Sichern auf Steinen beobachten kannst. In Deinem Garten wird dieser seltene Gast nur auftauchen, wenn Du in einer sehr hohen Gebirgslage wohnst, da er offene Flaechen mit tiefgruendigen Boeden zum Graben bevorzugt. Als reiner Pflanzenfresser sucht das Tier nach saftigen Pflanzenteilen in der direkten Umgebung seines Baues, um sich fuer die kalte Jahreszeit zu staerken. Es ist streng tagaktiv (während des Tages wach) und verbringt die Nacht sowie Schlechtwetterphasen sicher in seinen unterirdischen Gaengen. Den Grossteil des Jahres verschlaeft das Tier in einem tiefen Winterschlaf (langfristiger Ruhezustand mit abgesenkter Koerpertemperatur). Wenn Du diesen Tieren einen Lebensraum bieten moechtest, solltest Du naturnahe Bergwiesen erhalten und keine Stoerungen in der Naehe der Baue verursachen. Das Graben der Roehrensysteme ist ein natuerliches Verhalten und dient dem Schutz vor Fressfeinden. Da die Tiere sehr ortstreu sind, bleibt eine einmal angesiedelte Familie meist ueber viele Jahre in Deiner Nachbarschaft.
Das Murmeltier ist streng geschuetzt und darf weder gefangen noch stoerend beeinflusst werden. Eine Umsiedlung durch Privatpersonen ist nicht gestattet. Bei Gefahr fliehen die Tiere meist rechtzeitig, koennen aber bei extremer Bedraengnis zur Verteidigung kraeftig beissen.
Diese Unterart des Alpenmurmeltiers gehoert zur Familie der Hoernchen (Sciuridae) und ist ein hochspezialisierter Bewohner alpiner Hochlagen. Mit einer Koerperlaenge von etwa fuenfzig bis sechzig Zentimetern ist es eines der groessten Nagetiere in Mitteleuropa. Die Tiere leben in komplexen sozialen Familienverbaenden und nutzen weit verzweigte, selbst gegrabene Erdbau-Systeme. Ihre Lebensweise ist streng an kurze Vegetationsperioden angepasst, wobei sie sich hauptsaechlich von oberirdischen Pflanzenteilen ernaehren.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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