Bild folgtKI-generierte IllustrationMedicago arabica
Auch bekannt als: Gefleckter Schneckenklee
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer den Arabischen Schneckenklee (Medicago arabica) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die drei Teilblätter tragen in der Mitte jeweils einen auffälligen, dunklen Fleck, der fast wie ein kleiner Tintenklecks aussieht. Als biologisch wertvolle Bereicherung füllt diese Pflanze geschickt Lücken an sonnigen Stellen und dient nach aktuellen Daten als wichtige Anlaufstelle für die Rote Ehrenpreis-Sandbiene (Andrena erythrogaster). Für dich als Naturgärtner ist er ein unkomplizierter Gast, der ökologische Vielfalt auf kleinstem Raum fördert. Du kannst mit ihm ganz einfach einen Beitrag zum Artenschutz leisten, ohne viel Aufwand zu betreiben.
Auffällige Blattzeichnung und wichtige Futterquelle für seltene Sandbienen.
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Der Arabische Schneckenklee ist eine wertvolle Komponente im Mosaik deines Naturgartens. Besonders die Rote Ehrenpreis-Sandbiene (Andrena erythrogaster) gehört zu den Besuchern, die von dieser Art profitieren. Da er zu den Leguminosen gehört, lebt er in Symbiose mit Knöllchenbakterien (Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden), was den Boden natürlich verbessert. Seine gelben Blüten bieten Pollen und Nektar für verschiedene Insektenarten der Trockenbiotope. Die stacheligen Samen dienen im Winter als Nahrung für Vögel und werden durch das Anheften an Tierfell verbreitet. So fördert der Klee einen lebendigen Kreislauf direkt vor deiner Terrassentür.
In Hinblick auf die Gartensicherheit gilt die Pflanze als nicht kindersicher, weshalb bei kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslung mit dem Hopfenklee (Medicago lupulina) ist möglich, allerdings besitzt dieser keine dunklen Blattflecken. Der Arabische Schneckenklee ist nicht für den Verzehr geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.26 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Die Erde sollte eher trocken sein, da sie an Standorte mit geringer Bodenfeuchte angepasst ist.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie in ganz normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Da die Pflanze einjährig ist, stirbt sie nach der Samenreife ab, versamt sich aber meist zuverlässig selbst.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die auffälligen Schneckenfrüchte.
Achte darauf, den Boden nicht zu stark zu lockern, da er Trittfestigkeit schätzt.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, es sei denn, du möchtest die Selbstaussaat begrenzen.
Gute Partnerin: Die Färberkamille (Anthemis tinctoria) – beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem ökologischen Wert.
Der Arabische Schneckenklee (Medicago arabica) ist ein Vertreter der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). In unseren Breiten gilt er als etablierter Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde), der vor allem in trocken-warmen Lagen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gedeiht. Sein Wuchs ist meist niederliegend, wobei die kleinen gelben Blüten typische Schmetterlingsblüten sind. Besonders markant sind die namensgebenden Früchte, die sich spiralig wie ein Schneckenhaus aufrollen und mit kleinen Stacheln besetzt sind.
1 Video zu Arabischer Schneckenklee

2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →