Bild folgtKI-generierte IllustrationMedicago falcata
Auch bekannt als: Medicago falcata, Sichelklee
27
Arten
interagieren
66
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Sichel-Luzerne an ihren leuchtend gelben Blütenköpfen und den namensgebenden, sichelförmig gekrümmten Hülsenfrüchten. Als heimischer Hülsenfrüchtler ist sie ein wahrer Überlebenskünstler für sonnige Gartenbereiche und wertet karge Böden ökologisch auf. Besonders der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) und der Heufalter (Colias hyale) schätzen sie als wichtige Nahrungsquelle. Da sie Stickstoff im Boden bindet, verbessert sie ganz nebenbei die Bodenqualität deiner Beete. Wenn du einen pflegeleichten Wildcharakter in deinem Garten etablieren möchtest, ist diese Pflanze eine hervorragende Wahl für dich.
Robuster Sonnenanbeter: Gelbe Blütenpracht für den Hauhechel-Bläuling.
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Die Sichel-Luzerne ist eine wertvolle Tankstelle für zahlreiche Insekten. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird sie regelmäßig vom Kleinen Kohl-Weißling (Pieris rapae) und dem Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) besucht. Auch spezialisierte Falter wie das Helle Gelbhörnchen (Thymelicus sylvestris) finden hier Nektar. Da die Pflanze von Juni bis August blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Hochsommer. Die leichten Samen dienen zudem als Nahrungsgrundlage für verschiedene Vogelarten, die in den trockenen Hülsen nach Futter suchen. Durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln reichert sie den Boden natürlich mit Stickstoff an.
Die Sichel-Luzerne wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten schweren Vergiftungen bekannt sind, sollten Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle einer Aufnahme und bei Unwohlsein kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.351 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), der täglich mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Boden: Ideal ist ein kalkhaltiger oder basischer Boden (Reaktionswert 8) mit normalem Nährstoffgehalt.
Feuchtigkeit: Die Pflanze bevorzugt trockene bis mäßig feuchte (frische) Bedingungen; Staunässe unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Wuchshöhe: Plane den Platzbedarf für eine Höhe von exakt 0.35 m ein.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte im August fördert die Vitalität, ist aber für die Selbstaussaat nicht zwingend.
Vermehrung: Die leichten Samen (1.5878 mg) verbreiten sich bei Windstille kaum, daher kannst du den Standort gut kontrollieren.
Pflanzpartner: Kombiniere sie mit dem Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) – beide lieben kalkreiche, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Sichel-Luzerne (Medicago falcata) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Wegränder auf kalkhaltigem Untergrund. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.35 m und bildet tiefe Pfahlwurzeln aus. Typisch sind die dreizähligen Blätter und der verholzende Wurzelstock, der sie sehr langlebig macht. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist sie fest in unserer Flora integriert.
1 Video zu Sichel-Luzerne

18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →