Bild folgtKI-generierte IllustrationMegachile ericetorum Lepeletier, 1841
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Du erkennst die Platterbsen-Mörtelbiene an ihrem kräftigen Körperbau und der dichten, gelblich-weißen Behaarung, wobei das Weibchen den Pollen in einer speziellen Bauchbürste (Sammelhaare an der Unterseite des Hinterleibs) transportiert. Diese Wildbiene bringt nur eine Generation pro Jahr hervor. Da sie erst im Juni erscheint, besucht sie im Frühling keine Blüten, dafür im Frühsommer bevorzugt den Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) und die Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia). Im Hochsommer konzentriert sie sich auf die Breitblättrige Platterbse (Lathyrus latifolius) und die Knollen-Platterbse (Lathyrus tuberosus). Die Larve ernährt sich im Nest ausschließlich von dem eingetragenen Pollenvorrat. Das Tier überwintert als Ruhelarve (ein schlafähnliches Stadium vor der Verpuppung) geschützt in einer Zelle aus Mörtel (einer Mischung aus Lehm, Sand und Speichel). Du kannst sie fördern, indem du markhaltige Stängel oder Bohrlöcher in Hartholz mit 6 Millimetern Durchmesser anbietest. Achte darauf, heimische Schmetterlingsblütler (Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler) in deinem Garten zu pflanzen.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Wie alle Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz und sollte in ihren Nisträumen nicht gestört werden. Sie ist friedfertig und setzt ihren Stachel nur bei extremer Bedrängnis ein.
Die Platterbsen-Mörtelbiene (Megachile ericetorum) gehört zur Familie der Megachilidae (Blattschneider- und Mörtelbienen) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und lebt solitär (einzeln lebend, ohne Staatsbildung). Die Art ist oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und nutzt fast ausschließlich Schmetterlingsblütler. Mit einer Körperlänge von etwa 8 bis 12 Millimetern ist sie eine typische Vertreterin ihrer Gattung, erkennbar an der charakteristischen Nestbauweise aus mineralischem Mörtel.
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20 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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