Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Du erkennst die Unbeachtete Blattschneiderbiene an ihrem kräftigen Körperbau von etwa 10 bis 12 Millimetern und der für diese Gattung typischen, nach oben gebogenen Hinterleibsspitze beim Blütenbesuch. Als sogenannte Bauchsammlerin trägt das Weibchen den gesammelten Pollen an einer dichten Haarbürste auf der Unterseite des Hinterleibs, die bei dieser Art meist fuchsrot gefärbt ist. Diese Wildbiene fliegt in einer einzigen Generation pro Jahr, sie ist also univoltin. Für den Nestbau nutzt sie bereits vorhandene Hohlräume in Totholz oder markhaltigen Stängeln, die sie mit präzise ausgeschnittenen Blattstücken von heimischen Gehölzen wie der Schlehe (Prunus spinosa) oder der Hundsrose (Rosa canina) auskleidet. Zur Versorgung der Larven sammelt sie bevorzugt an Schmetterlingsblütlern wie dem Gewöhnlichen Hornklee (Lotus corniculatus) oder an der Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea). Nach der Eiablage in die mit Pollenvorrat gefüllten Brutzellen entwickeln sich die Larven im Schutz der Blattwickel. Sie überwintern als fertige Biene, also als Imago, in ihrem Kokon innerhalb der Nestanlage. Im Garten kannst du sie unterstützen, indem du markhaltige Stängel von Brombeeren (Rubus fruticosus) über den Winter stehen lässt. Auch das Belassen von abgestorbenem Altholz bietet ihr wertvolle Nistgelegenheiten.
Die Art ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Sie ist für den Menschen völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der kein aggressives Verhalten zeigt.
Ernährung & Verhalten
Nahrung
na
Generationen/Jahr
na
Die Unbeachtete Blattschneiderbiene (Megachile inexspectata) gehört zur Familie der Megachilidae und wurde erst spät als eigenständige Art innerhalb der Gattung Megachile abgegrenzt. Sie ist vor allem in wärmebegünstigten Lagen verbreitet und besiedelt sonnige Waldränder sowie naturnahe Gärten mit ausreichendem Blütenangebot. Charakteristisch ist ihre Spezialisierung auf das Ausschneiden von Laubblättern für den Nestbau, was ihr den Namen einbrachte. Da sie optisch anderen Blattschneiderbienen sehr ähnelt, wird sie oft übersehen.
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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