Bild folgtKI-generierte IllustrationMegachile nigriventris Schenck, 1870
Auch bekannt als: Schwarzbäuchige Blattschneiderbiene
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Du erkennst die Schwarzbürstige Blattschneiderbiene an ihrem kräftigen Körperbau und der namensgebenden schwarzen Bauchbürste, mit der das Weibchen den Pollen transportiert. Diese Wildbiene ist univoltin (erzeugt nur eine Generation pro Jahr) und ist in unseren Gärten ausschließlich im Hochsommer, primär im Juli, aktiv. Im Frühling und Herbst kannst du das Tier nicht beobachten, da die Flugzeit sehr kurz ist. Das Weibchen legt seine Eier in Linienbauten in Totholz oder Pflanzenstängeln ab, wobei jede Zelle sorgsam mit rundlichen, selbst ausgeschnittenen Blattstücken ausgekleidet wird. Im Sommer besucht sie zur Nahrungssuche bevorzugt den Gewöhnlichen Natternkopf (Echium vulgare) und die Wald-Platterbse (Lathyrus sylvestris). Die Larve ernährt sich im Schutz der Nestzelle von einem Vorrat aus Pollen und Nektar. Die Überwinterung erfolgt als Ruhelarve (ein weit entwickeltes Larvenstadium vor der Verpuppung) innerhalb des schützenden Kokons im Nest. Du kannst diese Art gezielt fördern, indem du heimische Schmetterlingsblütler wie den Gewöhnlichen Hornklee (Lotus corniculatus) oder den Färber-Ginster (Genista tinctoria) anpflanzt. Belasse zudem morsche Holzstämme oder alte Zaunpfähle im Garten, da die Biene dort ihre Nistgänge anlegt.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und friedfertig; ein Stich erfolgt nur bei extremer Bedrängung mit der Hand. Sie steht wie alle heimischen Wildbienen unter allgemeinem Artenschutz. Aufgrund ihrer Seltenheit und Spezialisierung ist sie ein besonders wertvoller Gast, der keinesfalls bekämpft oder umgesiedelt werden sollte.
Die Schwarzbürstige Blattschneiderbiene (Megachile nigriventris) gehört zur Familie der Megachilidae (Bauchsammlerbienen) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sie lebt solitär (einzeln siedelnd) und nutzt vorhandene Käferfraßgänge in Totholz für ihre Liniennester. Mit einer Körperlänge von 11 bis 15 Millimetern ist sie recht groß und zeichnet sich durch die schwarze Behaarung der Bauchseite aus. Ihre spezialisierte Lebensweise bindet sie eng an das Vorkommen von Totholz und spezifischen Pollenquellen wie Schmetterlingsblütlern.
4 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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