Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Megachilidae
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Die Pyrenäen-Mörtelbiene (Megachile pyrenaica) ist eine kräftig gebaute Wildbiene, die durch ihre dichte Behaarung und ein flinkes Flugverhalten auffällt. In Deinem Garten nistet diese solitäre (einzeln lebende) Art bevorzugt in bereits vorhandenen Hohlräumen wie Mauerritzen, Totholz oder alten Käferfraßgängen. Als Mitglied der Gattung der Mörtelbienen nutzt sie ihre kräftigen Oberkiefer (Mandibeln), um mineralisches Baumaterial für den Verschluss ihrer Brutnestzellen zu gewinnen. Ihre Ernährung ist auf den Besuch des Echten Thymians (Thymus vulgaris) ausgerichtet, an dem sie Pollen und Nektar sammelt. Jedes Weibchen versorgt seinen Nachwuchs eigenständig, ohne einen sozialen Staat zu bilden. Du kannst dieses Tier unterstützen, indem Du sonnige Trockenmauern erhältst und Totholzstapel ungestört im Garten belässt. Auch das Schaffen von offenen Bodenstellen bietet wichtigen Lebensraum für die Gruppe dieser Wildbienen. Ein Bestand an Thymian stellt sicher, dass die Tiere in Deiner direkten Umgebung ausreichend Nahrung finden. Durch den Schutz solcher Strukturen leistest Du einen Beitrag zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt.
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Während der Blütezeit des Echten Thymians (Thymus vulgaris) sammeln die Weibchen Pollen für die Versorgung ihrer Nachkommen. In diesem Zeitraum erfolgt der Nestbau in geeigneten Hohlräumen, in denen die Eier auf einem Nahrungsvorrat abgelegt werden. Die Larven wachsen geschützt in den Zellen heran und verpuppen sich dort. Die Überwinterung findet im Neststadium statt, bevor im Folgejahr die neue Generation aktiv wird.
Diese Wildbiene ist sehr friedfertig und sticht nur in absoluter Bedrängnis, wenn sie etwa mit der bloßen Hand gefangen wird. Sie zählt zu den gesetzlich geschützten Arten und ist für Menschen, Kinder sowie Haustiere völlig harmlos. Eine Verwechslung mit Wespen ist aufgrund der speziellen Behaarung ausgeschlossen.
Die Pyrenäen-Mörtelbiene wird taxonomisch in die Familie der Bauchsammlerbienen (Megachilidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) eingeordnet. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt warme, strukturreiche Standorte. Ihre solitäre Nistbiologie umfasst die Anlage von Brutkammern in oberirdischen Hohlräumen, wobei die Zellenwände oft aus mineralischen Stoffen gefertigt werden. Von anderen Vertretern der Gattung Megachile lässt sie sich im Feld nur schwer abgrenzen, da hierfür mikroskopische Details der Körpermerkmale entscheidend sind.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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