Bild folgtKI-generierte IllustrationMelitta tricincta Kirby, 1802
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Du erkennst die Zahntrost-Sägehornbiene an den drei markanten, hellen Haarbinden auf ihrem dunklen Hinterleib und ihrer Körpergröße von etwa zehn bis zwölf Millimetern. Diese Wildbiene bringt nur eine Generation pro Jahr hervor. Im Gegensatz zu Honigbienen lebt sie solitär (einzeln lebend) und legt ihre Eier in selbst gegrabenen Gängen im Erdboden ab. Da sie erst im Hochsommer aktiv wird, findet man sie im Frühling nicht; sie ruht dann noch als Larve tief in der Erde. Erst ab Juli fliegt sie gezielt Pflanzen wie den Kleinköpfigen Pippau (Crepis capillaris) oder die Saat-Luzerne (Medicago sativa) an. Sie ist oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und benötigt zwingend den Roten Zahntrost (Odontites vulgaris) oder den Gelben Zahntrost (Odontites luteus), um ihre Larven zu versorgen. Die Larve ernährt sich in der Erdzelle von einem Gemisch aus Pollen und Nektar. Das Tier überwintert als Ruhelarve im Boden, geschützt vor Frost. Du kannst sie fördern, indem du in sonnigen Gartenbereichen heimische Zahntrost-Arten aussäst und offene Bodenstellen als Nistplätze ohne Mulch belässt.
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Die Zahntrost-Sägehornbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz. Sie ist friedfertig, sticht nicht und sollte in ihrem Lebensraum ungestört gelassen werden.
Die Zahntrost-Sägehornbiene (Melitta tricincta) gehört zur Familie der Sägehornbienen (Melittidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Magerrasen, Böschungen und naturnahe Gärten. Mit ihrer Spezialisierung auf Zahntrost-Arten besetzt sie eine enge ökologische Nische. Von ähnlichen Erdbienen unterscheidet sie sich durch die namensgebenden drei hellen Hinterleibsbinden und die spezifische Flugzeit im Spätsommer.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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