Bild folgtKI-generierte IllustrationMentha ×gracilis
Auch bekannt als: Mentha ×gracilis, Kärntner Minze, Ingwer-Minze
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Arten
interagieren
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dokumentiert
Typisch für die Schlanke Minze (Mentha ×gracilis) sind ihre rötlich angelaufenen Stängel und der angenehm milde Duft, der deutlich sanfter als bei der klassischen Pfefferminze ist. In deinem Naturgarten fungiert sie als wertvolle Energiequelle für spezialisierte Insekten. Besonders der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) und verschiedene Dickkopffalter wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) nutzen die nektarreichen Blüten. Diese Minze ist ein unkomplizierter Begleiter, der Leben in feuchtere Gartenbereiche bringt. Du kannst mit dieser Pflanze also kaum etwas falsch machen, wenn du den passenden Standort wählst.
Sanfter Duft und eine verlässliche Tankstelle für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Schlanke Minze ein wichtiger Magnet für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders profitieren Dickkopffalter wie Carcharodus lavatherae oder der seltene Muschampia tessellum von dem leicht zugänglichen Nektar. Auch der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) steuert die lila Blüten regelmäßig an. Während viele Minzen als robust gelten, bietet Mentha ×gracilis eine spezifische Nische für diese spezialisierten Falter. Die dichten Bestände dienen zudem als Versteck für räuberische Käfer, die im Garten zur natürlichen Schädlingsregulierung beitragen. Im Winter bieten die vertrockneten Stängel Überwinterungsmöglichkeiten für kleine Insekten.
Die Schlanke Minze wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den konzentrierten ätherischen Ölen, die bei Kleinkindern Reizungen der Atemwege oder der Haut verursachen können. Genieße den Duft im Garten, aber achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Licht (Ellenberg Lichtwert 7).
Wasserbedarf: Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht sein (Ellenberg Feuchtewert 6), vermeide jedoch dauerhafte Staunässe.
Bodenbeschaffenheit: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (Nährstoffreich) und benötigt einen Boden mit hohem Humusgehalt (Ellenberg Nährstoffwert 7).
Kalkgehalt: Sie bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden (Ellenberg Reaktionswert 7).
Pflanzzeit: Setze die Minze idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Oktober.
Pflanzabstand: Halte etwa 40 Zentimeter Abstand, da sie sich über Ausläufer ausbreitet.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte fördert einen kompakten Wuchs und eventuell eine Nachblüte.
Gute Partnerin: Der Echte Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis) passt hervorragend, da er ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte hat und die ökologische Vielfalt durch seine späte Blüte ergänzt.
Die Schlanke Minze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eine natürliche Kreuzung aus der Ackerminze und der Ährigen Minze. In Mitteleuropa besiedelt sie bevorzugt Standorte wie Ufersäume oder feuchte Wiesenränder. Ihr Wuchs ist krautig und durch Ausläufer charakterisiert, mit denen sie sich am Boden ausbreitet. Die Blüten stehen in dichten Scheinquirlen (kranzartige Blütenanordnung um den Stängel) in den Blattachseln. Als Arbuskuläre Mykorrhizapflanze (AM) geht sie im Boden eine nützliche Symbiose mit Pilzen ein, die den Nährstoffaustausch verbessern.
1 Video zu Schlanke Minze

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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