Bild folgtKI-generierte IllustrationMentha piperita
Auch bekannt als: Mentha piperita
Artengruppe
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Pfeffer-Minze (Mentha piperita) an ihrem intensiven, scharf-würzigen Aroma und den hellvioletten Blütenkerzen, die im Hochsommer aus den Blattachseln treiben. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie im Juli eine verlässliche Nektarquelle für spezialisierte Falter wie den Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) oder den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) darstellt. Auch die Verkannte Goldfurchenbiene lässt sich regelmäßig an den Blüten beobachten. Durch ihre Ausbreitungsfreude schließt sie schnell Lücken im Beet und bietet kleinen Tieren Schutz. Wenn du ihr einen ausreichend feuchten Platz gönnst, kannst du bei dieser robusten Art kaum etwas falsch machen.
Duftender Insektenmagnet: Ein Paradies für seltene Dickkopffalter im Juli.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pfeffer-Minze eine wichtige Futterpflanze für eine Vielzahl von Schmetterlingen. Besonders Dickkopffalter wie Carcharodus lavatherae, Carcharodus orientalis und der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) steuern die Blüten gezielt an. Auch für den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) und die Mosaik-Dickkopffalter Muschampia tessellum sowie Muschampia mohammed bietet sie im Hochsommer reichlich Nahrung. Neben den Faltern profitiert die Verkannte Goldfurchenbiene von dem Nektarangebot. Da die Pflanze dichte Bestände bildet, schafft sie zudem ein kühles Mikroklima am Boden, das nützlichen Insekten und Amphibien an heißen Tagen als Rückzugsort dient.
Die Pfeffer-Minze wird als nicht kindersicher eingestuft, da ihr hoher Mentholgehalt bei Säuglingen und Kleinkindern gesundheitliche Probleme wie Atemnot verursachen kann. Eine Verwechslung ist mit der giftigen Polei-Minze (Mentha pulegium) möglich, die jedoch deutlich kleinere, kugelige Blütenquirle besitzt. Für Erwachsene ist die Pflanze als Gewürz- und Heilkraut vollkommen unbedenklich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.65 m
Wähle für die Minze einen halbschattigen Platz mit frischem bis feuchtem Boden.
Die Erde sollte nährstoffreich und humos (reich an zersetztem organischen Material) sein.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Da die Pflanze stark über unterirdische Ausläufer wandert, solltest du ihr im Beet entweder viel Platz einräumen oder sie in einen großen Topf setzen.
Ein Rückschnitt der verblühten Triebe im Spätsommer fördert die Vitalität.
Im Februar kannst du die abgestorbenen Stängel des Vorjahres bodennah abschneiden.
Die Vermehrung gelingt ganz unkompliziert durch das Teilen des Wurzelballens im Frühling.
Gute Partnerin: Der Echte Beinwell (Symphytum officinale) - beide Pflanzen schätzen feuchte Standorte und ergänzen sich hervorragend als Nektarspender.
Diese Kombination sorgt für eine dichte Bodenabdeckung und unterdrückt unerwünschten Aufwuchs auf natürliche Weise.
Die Pfeffer-Minze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und gilt in Deutschland und Österreich als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde). Sie bevorzugt nährstoffreiche, feuchte Standorte und ist häufig in der Nähe von Gewässern oder auf feuchten Wiesen zu finden. Typisch für die Artengruppe sind der vierkantige Stängel und die kreuzgegenständigen Blätter, bei denen sich jeweils zwei Blätter am Stängel gegenüberstehen. Als Mykorrhiza-Partner geht sie eine Verbindung mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein, die ihr bei der Nährstoffaufnahme helfen.
1 Video zu Pfeffer-Minze (Artengruppe)

7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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