Bild folgtKI-generierte IllustrationMentha ×rotundifolia
Auch bekannt als: Mentha ×rotundifolia, Falsche Apfel-Minze
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Apfel-Minze an ihren rundlichen, weich behaarten Blättern und dem sanften Duft, der tatsächlich an reife Äpfel erinnert. In deinem Naturgarten ist sie weit mehr als nur ein Teekraut, denn sie dient als wichtige Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders Arten wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) oder der Rote Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) profitieren von den dichten Blütenständen. Wenn du ihr einen Platz gibst, an dem sie sich ein wenig ausbreiten darf, schaffst du mit minimalem Aufwand einen echten Insektentreffpunkt. Schau doch mal nach, ob du noch eine frische Ecke im Garten frei hast.
Sanfter Apfelduft und ein Schlaraffenland für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Minze ein Magnet für seltene Tagfalter. Konkret nutzen der Rote Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) und der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) das Nektarangebot intensiv. Auch der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) und weitere Arten wie Muschampia mohammed oder Carcharodus orientalis fliegen die Pflanze gezielt an. Da die Blütezeit oft bis in den Spätsommer reicht, füllt sie eine wichtige Nahrungslücke, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Die hohlen Stängel, sofern sie über den Winter stehen gelassen werden, bieten zudem wichtige Überwinterungsquartiere für kleine Gartenhelfer.
Die Apfel-Minze wird in Fachdatenbanken als nicht uneingeschränkt kindersicher eingestuft. Während sie für Erwachsene ein beliebtes Küchenkraut ist, sollten Kleinkinder wegen der intensiven ätherischen Öle nicht in größeren Mengen davon essen. Achte darauf, dass sie im Garten so platziert ist, dass neugierige Kinderhände nicht ständig davon naschen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg 7), dort entwickelt die Pflanze das intensivste Aroma.
Boden: Der Untergrund sollte kalkhaltig oder basisch sein (Ellenberg 7), eine Gabe Gartenkalk im Frühjahr kann hier helfen.
Nährstoffe: Als Starkzehrer (Ellenberg 7) benötigt sie nährstoffreichen Boden; arbeite am besten jährlich etwas Kompost ein.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat stets frisch (Ellenberg 6), also mäßig feucht, ohne dass Staunässe entsteht.
Pflanzzeit: Ideale Zeitpunkte sind das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November).
Vermehrung: Du kannst sie leicht durch Teilung der Ausläufer im Frühjahr vermehren, wenn sie zu groß wird.
Rückschnitt: Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte fördert einen gesunden Neuaustrieb.
Begleitpflanze: Der Echte Beinwell (Symphytum officinale) ist eine ideale Partnerin, da er ähnliche Ansprüche an Bodenfeuchte und Nährstoffe stellt.
Die Apfel-Minze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). In Deutschland gilt sie als heimisch und besiedelt natürlicherweise Standorte, die durch Nährstoffreichtum und Frische (mäßige Feuchtigkeit) geprägt sind. Botanisch handelt es sich um eine Kreuzung, die durch ihre vierkantigen Stängel und die arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) auffällt. Ihre Blüten stehen in Scheinähren, also dicht gedrängten Blütenquirlen an der Triebspitze, was sie für Bestäuber leicht zugänglich macht.
3 Videos zu Apfel-Minze



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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