
Mercurialis perennis agg.
Artengruppe
An den eiförmigen, gesägten Blättern, die in dichten Teppichen den Waldboden überziehen, lässt sich das Ausdauernde Bingelkraut sofort erkennen. In deinem Garten ist es ein wunderbarer Zeiger für kalkhaltigen, humusreichen Boden und fühlt sich in schattigen Ecken besonders wohl. Da es eine indigene (einheimische) Pflanze ist, stabilisiert sie das Mikroklima am Boden und bietet Schutz für kleine Bodenlebewesen wie Laufkäfer. Es ist perfekt für Gartenbereiche unter Gehölzen geeignet, wo nur wenig Licht hinkommt. Wenn du einen natürlichen Waldcharakter ohne viel Aufwand suchst, machst du mit dieser Art alles richtig.
Ein robuster Schattenkünstler: Grüner Waldteppich für kalkhaltige Böden.
Als einheimische Art besetzt das Ausdauernde Bingelkraut eine wichtige ökologische Nische im tiefen Schatten unserer Gärten. Durch seinen dichten Wuchs bietet es Deckung und einen feuchten Lebensraum für nützliche Bodenbewohner wie Erdkröten oder diverse Käferarten. Die Ausbreitung der Pflanze erfolgt unter anderem über Samen, die mit einem Gewicht von 4,2347 mg sehr leicht sind (Wind- oder Fernausbreitung). Da keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, liegt der ökologische Wert vor allem in der Bodenfestigung und der Bereitstellung eines Wald-Mikroklimas. Es ist eine robuste Komponente für die Biodiversität in Bereichen, die für viele andere Blütenpflanzen zu dunkel sind. So förderst du die natürliche Vielfalt auch in den entlegensten Winkeln deines Grundstücks.
Das Ausdauernde Bingelkraut ist als nicht kindersicher eingestuft und gilt als giftig. Sowohl für Menschen als auch für Haustiere kann der Verzehr oder intensiver Hautkontakt problematisch sein. Bei Vergiftungsverdacht kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.273 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Schatten (Lichtwert 3), idealerweise unter Bäumen oder an der Nordseite von Gebäuden.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtewert 4) sein, vermeiden Sie jedoch dauerhafte Staunässe.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8), da die Pflanze empfindlich auf saure Böden reagiert.
Ein normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Mittelzehrer) ist für die Pflege optimal.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Da die Pflanze nur 0,27 m hoch wird, eignet sie sich hervorragend als Unterpflanzung.
Eine Vermehrung erfolgt meist von selbst über unterirdische Ausläufer, sodass kein aktiver Rückschnitt nötig ist.
Gute Partnerin: Die Haselwurz (Asarum europaeum) – sie hat identische Ansprüche an Schatten und Kalkgehalt und ergänzt den grünen Teppich perfekt.
Das Ausdauernde Bingelkraut (Mercurialis perennis agg.) gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind schattige Laubwälder, in denen es oft großflächige Bestände bildet. Morphologisch auffällig ist der unverzweigte Stängel, der eine Wuchshöhe von genau 0,27 m erreicht. Die Pflanze ist nicht verholzt und breitblättrig, was sie zu einem typischen Vertreter der krautigen Bodenflora macht.
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Orest Lyzhechka / Adobe Stock / AdobeStock_321319865
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