Bild folgtKI-generierte IllustrationMibora minima
Auch bekannt als: Mibora minima, Kleines Zwerggras
39
Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Trotz seiner winzigen Größe fällt das Sand-Zwerggras (Mibora minima) durch seine filigranen, oft rötlich überhauchten Blütenstände auf, die kaum höher als ein paar Zentimeter werden. Als Bewohner extrem nährstoffarmer Standorte ist dieses Gras eine echte Besonderheit für den Naturgarten und unterstützt seltene Arten wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon). Da die Pflanze auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Hol dir diesen winzigen Frühlingsboten für deine sandigen Gartenstellen.
Rarität im Mini-Format: Das Sand-Zwerggras rettet bedrohte Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Sand-Zwerggras eine wichtige Ressource für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) profitieren von seiner Anwesenheit. Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzen diesen Lebensraum. Die Pflanze lebt in Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), was die Nährstoffaufnahme auf kargen Böden verbessert. Durch die frühe Blüte ab März bietet es schon zeitig im Jahr wichtige Strukturen in der Vegetationsschicht.
Das Sand-Zwerggras wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb bei Kleinkindern im Garten eine gewisse Aufmerksamkeit geboten ist. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Winzigkeit und der spezifischen Standortwahl praktisch nicht. Die Pflanze selbst bildet keine Giftstoffe aus.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Wähle für das Sand-Zwerggras einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden muss zwingend mager (nährstoffarm) und sehr durchlässig sein, idealerweise purer Sand.
Als Schwachzehrer benötigt die Pflanze keine zusätzliche Düngung und verträgt auch keinen humosen Boden.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Da es Trockenheit liebt, ist Gießen nur in der ersten Anwachsphase bei extremer Dürre notwendig.
Das Gras ist einjährig und vermehrt sich über Selbstaussaat, weshalb du die vertrockneten Halme im Juni stehen lassen solltest.
Achte darauf, dass keine konkurrenzstarken Stauden das kleine Gras überwuchern.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze nach der Samenreife im Sommer natürlich abstirbt.
Gute Partnerin: Das Silbergras (Corynephorus canescens) - beide teilen die Vorliebe für offene Sandstellen und bilden zusammen eine typische, ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft.
Das Sand-Zwerggras (Mibora minima) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und gilt als eines der kleinsten Gräser der Welt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es heimisch, wird jedoch aufgrund schwindender Lebensräume auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Status 2) geführt. Sein typischer Lebensraum sind lückige Sandtrockenrasen, also xerotherme Standorte (trockene, warme Magerwiesen). Morphologisch besticht es durch seine einjährige Lebensweise und den extrem zierlichen Wuchs, der oft nur 2 bis 10 Zentimeter erreicht.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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