Bild folgtKI-generierte IllustrationMicrorrhinum minus subsp. minus
Wer das Kleine Löwenmäulchen (Microrrhinum minus subsp. minus) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen winzigen, blassvioletten Rachenblüten, die einen markanten gelben Schlundfleck besitzen, ist es eine zierliche Schönheit für sonnige Gartenbereiche. Du erkennst die Pflanze zudem an ihren schmalen, drüsig behaarten Blättern und dem aufrechten Wuchs. Da sie kalkhaltige (basische) Böden bevorzugt, ist sie ein wertvoller Spezialist für Steingärten oder offene Bodenstellen. Für die heimische Insektenwelt bietet sie eine willkommene Nahrungsquelle in Nischen, die oft vegetationsarm sind. Schau doch mal, ob Du für diesen kleinen Überlebenskünstler noch eine sonnige Lücke in Deinem Beet frei hast.
Zierlicher Kalk-Spezialist: Das Kleine Löwenmäulchen für sonnige Kiesbeete.
Das Kleine Löwenmäulchen spielt eine wichtige Rolle als Besiedler von offenen Bodenstellen und kiesigen Gartenbereichen. Da es bevorzugt auf kalkhaltigen Untergründen wächst, bietet es spezialisierten Bestäubern eine Nahrungsquelle in einem oft kargen Umfeld. In der freien Natur findet man es häufig vergesellschaftet mit anderen Kalkzeigern. Die Samenreife im Spätsommer stellt ein potenzielles Futterangebot für Vögel dar, die in den Samenständen nach Nahrung suchen. Durch die Förderung solcher Nischenbewohner unterstützt Du aktiv die kleinräumige Artenvielfalt und bietest Insekten Lebensraum, die auf Pionierstandorte angewiesen sind.
Bitte beachte, dass das Kleine Löwenmäulchen als nicht kindersicher eingestuft wird und daher nicht in unmittelbarer Nähe von Spielbereichen stehen sollte. Bei Unsicherheiten oder versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. Für Haustiere ist ebenfalls Vorsicht geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten (Lichtwert 8: mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne).
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was dem Feuchtewert 4 entspricht.
Achte auf einen kalkhaltigen Untergrund (Reaktion 7); eine Gabe von Kalkschrot kann auf sauren Böden helfen.
Da die Pflanze ein Mittelzehrer ist (Nährstoffwert 5), ist ein normaler Gartenboden ohne Überdüngung ideal.
Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Halte beim Setzen einen Abstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern ein.
Da die Art einjährig oder kurzlebig ist, solltest Du die verblühten Stängel zur Selbstaussaat stehen lassen.
Gute Partnerin: Die Gelbe Resede (Reseda lutea) – sie besiedelt ähnliche kalkhaltige Standorte und ergänzt die feine Struktur des Löwenmäulchens hervorragend.
Das Kleine Löwenmäulchen gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst kalkreiche Äcker, kiesige Ufer und Ruderalstellen (durch menschliche Eingriffe entstandene Rohbodenflächen). Eine morphologische Besonderheit ist der deutliche Sporn (hintere Ausstülpung der Blüte), der typisch für diese Gattung ist. Die gesamte Pflanze ist mit feinen Drüsenhaaren überzogen, was ihr bei Berührung eine leicht klebrige Textur verleiht. Es handelt sich um einen typischen Vertreter der Pioniervegetation auf basenreichen Standorten.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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