Bild folgtKI-generierte IllustrationMicrotus multiplex (Fatio, 1905)
Auch bekannt als: Alpen-Kleinwihlmaus, Alpen-Wühlmaus, Fatio-Kleinwühlmaus
Die Alpen-Kleinwühlmaus (Microtus multiplex) zeichnet sich durch einen gedrungenen Körperbau, ein graubraunes Fell und einen verhältnismäßig kurzen Schwanz aus, während sie sich flink durch ihre unterirdischen Gänge bewegt. Dieses heimische Säugetier bewohnt vor allem die Bergregionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo es sich in Gärten und auf Wiesen häuslich einrichtet. Als reiner Pflanzenfresser nutzt das Tier seine kräftigen Vorderpfoten, um komplexe Gangsysteme unter der Grasnarbe anzulegen. Die Nahrung besteht aus verschiedenen Wurzeln, Knollen und grünen Pflanzenteilen, die direkt im Boden oder knapp darüber aufgenommen werden. Im Winter hält die Art keinen Winterschlaf (einen Zustand stark herabgesetzter Körperfunktionen), sondern bleibt auch im Februar in ihren frostsicheren Tiefbauten aktiv. Du kannst diesem Tier helfen, indem du Bodenverdichtungen vermeidest und ökologische Pufferzonen mit ungestörter Vegetation zulässt. Da sie grabend lebt, profitiert sie von lockeren Erdböden ohne intensiven Maschineneinsatz. Ein naturnaher Garten mit hohlen Baumstümpfen fördert zudem die natürliche Artenvielfalt in ihrem Umfeld. Achte darauf, dass keine Gifte zum Einsatz kommen, um die Nahrungskette nicht zu belasten. So bleibt dein Garten ein wertvoller Lebensraum für diese spezialisierte Gebirgsart.
Die Alpen-Kleinwühlmaus ist für den Menschen vollkommen ungefährlich und nicht giftig. Da sie unter dem allgemeinen Artenschutz steht, sollte sie nicht mutwillig gestört oder bekämpft werden. Ein vorsichtiger Umgang ist ratsam, um die scheuen Tiere nicht unnötig zu stressen.
Die Alpen-Kleinwühlmaus wird taxonomisch in die Familie der Wühler (Cricetidae) eingeordnet. Sie ist eine endemische (nur in einer bestimmten Region vorkommende) Art des Alpenraums und besiedelt dort verschiedene Höhenlagen. Mit einer Körperlänge von rund 9 bis 11 Zentimetern ist sie eine kleine Vertreterin der Gattung Microtus. Ihre Lebensweise ist vorwiegend unterirdisch und an feuchte, lockere Böden gebunden.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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