Bild folgtKI-generierte IllustrationMinuartia austriaca
Auch bekannt als: Österreich-Miere
Typisch für die Österreichische Miere (*Minuartia austriaca*) sind ihre polsterbildenden Triebe und die zarten, weißen Blüten, die einen Teppich auf kargem Grund bilden. Dass du diese Pflanze im Garten hast, ist ein echter Glücksfall für die Biodiversität, denn sie ist in der Natur extrem selten und auf der Roten Liste als sehr selten (R) eingestuft. Als spezialisierte Art der Bergregionen bietet sie vor allem Insekten in Steingärten eine wichtige Lebensgrundlage. Du förderst damit eine heimische Art, die in der freien Wildbahn kaum noch zu finden ist. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl schaffst du ein Refugium für dieses botanische Juwel.
Alpines Juwel für Kenner: Schütze eine der seltensten Pflanzen unserer Heimat.
Die ökologische Bedeutung der Österreichischen Miere liegt vor allem in ihrem Status als seltene, indigene (einheimische) Art. Durch ihre Blütezeit stellt sie eine wertvolle Ressource für verschiedene Bestäuber dar, die auf alpine Pflanzengesellschaften spezialisiert sind. Da sie kühle, alpine Standorte bevorzugt, ist sie ein wichtiger Bestandteil für die Vernetzung von alpinen Lebensräumen im Gartenkontext. Obwohl spezifische Insekteninteraktionen in den vorliegenden Daten nicht einzeln gelistet sind, dient sie allgemein als Nektarspender für kleine Wildbienen und Schwebfliegen. Das Stehenlassen der Fruchtstände über den Winter kann zudem Kleinstinsekten als Unterschlupf dienen.
Die Österreichische Miere wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen, und trage bei der Gartenarbeit zur Sicherheit Handschuhe. Sollte es dennoch zum Verzehr kommen, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.108 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 9), da sie als Sonnenanbeterin keine Beschattung verträgt.
Boden: Der Untergrund muss mager (nährstoffarm) und kalkhaltig (basisch) sein; mische am besten reichlich Kalksplitt unter die Erde.
Feuchtigkeit: Halte den Boden mäßig feucht (frisch), sorge aber durch eine Drainage (Abflussschicht aus Kies) für schnellen Wasserabzug.
Pflanzzeit: Setze die Miere idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange kein Bodenfrost herrscht.
Bodenvorbereitung: Magere den Boden mit Sand oder Schotter ab, um den Status als Schwachzehrer zu berücksichtigen.
Pflege: Da sie nicht verholzt, ist kein starker Rückschnitt nötig; entferne lediglich vertrocknete Pflanzenteile im Frühjahr.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich am passenden Standort oft durch Selbstaussaat oder langsame Polstervergrößerung.
Partnerin: Der Trauben-Steinbrech (*Saxifraga paniculata*) ist eine ideale Nachbarin, da er ebenfalls kalkhaltige Standorte und alpine Bedingungen bevorzugt.
Die Österreichische Miere gehört zur Familie der Nelkengewächse (*Caryophyllaceae*) und wird systematisch in die Gattung *Sabulina* eingeordnet. Ihr natürlicher Lebensraum liegt vorwiegend in den Alpen auf kalkhaltigen Gesteinsfluren und in alpinen Rasen. Als ausdauernde, krautige Pflanze ist sie perfekt an kühle Temperaturen und lichtreiche Bedingungen angepasst. Sie wächst sehr kompakt und erreicht eine konstante Wuchshöhe von 0,11 m, wobei ihre Blätter breitblättrig und nicht verholzt sind.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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