Bild folgtKI-generierte IllustrationMinuartia caespitosa
Auch bekannt als: Minuartia caespitosa
An ihrem polsterartigen Wuchs, der dichte, moosähnliche Teppiche bildet, lässt sich die Herzynische Miere (Minuartia caespitosa) sofort erkennen. Diese seltene Schönheit gehört zu den Nelkengewächsen und schmückt sich mit zierlichen, weißen Sternblüten auf dünnen Stielen. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie als gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 3) gilt und du somit aktiv zu ihrem Erhalt beiträgst. Da sie indigen (einheimisch) ist, passt sie perfekt in unsere Ökosysteme. Wenn du einen kargen Stein- oder Trogarten hast, ist dieser polsterbildende Schatz genau die richtige Wahl für dich.
Rote-Liste-Schatz: Hol dir die seltene Polsterschönheit in deinen Steingarten.
Die Herzynische Miere geht unter der Erde eine wichtige Verbindung ein, die arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen speziellen Pilzen und den Pflanzenwurzeln). Diese Partnerschaft hilft der Pflanze, Nährstoffe effizienter aufzunehmen und verbessert gleichzeitig die Bodenqualität. Da sie auf der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3) eingestuft ist, bietet dein Garten einen wichtigen Rückzugsort für diese bedrohte Art. Durch ihren dichten Wuchs schützt sie zudem die Bodenoberfläche vor Erosion und Austrocknung. Auch wenn keine spezifischen Insektendaten vorliegen, ist sie als heimische Pflanze ein wertvoller Baustein im regionalen Naturhaushalt.
Bitte achte darauf, dass die Herzynische Miere als nicht kindersicher eingestuft wird. Sollten Teile der Pflanze von Kindern oder Haustieren verschluckt werden, wende dich bitte an den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. Platziere sie am besten an einer Stelle, die nicht direkt als Spielfläche genutzt wird.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, die Pflanze benötigt mindestens 6 Stunden direkte Sonne pro Tag.
Boden: Der Untergrund sollte mager, kalkhaltig und sehr durchlässig sein; Staunässe (stehendes Wasser) muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze die Miere im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Bodenvorbereitung: Magere den Boden bei Bedarf mit viel Sand oder feinem Kies ab, um eine gute Drainage (Wasserabfluss) zu gewährleisten.
Gießen: Nur in extremen Trockenperioden mäßig wässern; die Pflanze ist an Trockenheit angepasst.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, das Stehenlassen der Polster schützt die Wurzeln im Winter.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) oder der Sand-Thymian (Thymus serpyllum) – beide teilen die Vorliebe für extrem trockene, magere Standorte.
Die Herzynische Miere (Minuartia caespitosa) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Ordnung der Nelkenartigen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt schwerpunktmäßig in Deutschland, wo sie oft auf schwermetallhaltigen Böden oder in Felsspalten vorkommt. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren caespitosen (rasenbildenden) Wuchs aus, der sie extrem widerstandsfähig gegen Wind macht. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen (ursprünglich einheimisch) ist sie ein fester Bestandteil unserer Flora.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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