Bild folgtKI-generierte IllustrationMinuartia recurva
Auch bekannt als: Minuartia recurva
An ihren dichten, polsterartigen Wuchsformen und den schmalen, bogig gekrümmten Blättern lässt sich das Krummblättrige Sandkraut (Minuartia recurva) sofort erkennen. Als Spezialistin für karge, steinige Plätze ist sie eine wertvolle Bereicherung für deinen Steingarten oder Trockenmauern. Besonders wertvoll ist sie durch ihre späte Blütezeit im August, wenn viele andere Gebirgspflanzen bereits verblüht sind. Ihre federleichten Samen werden durch den Wind verbreitet und finden so selbst kleinste Nischen zum Keimen. Wenn du einen sonnigen Standort mit magerem Boden hast, kannst du mit dieser Art einen echten Überlebenskünstler bei dir ansiedeln. Hol dir dieses kleine Gebirgswunder in den Garten, um auch extremen Standorten ökologischen Wert zu verleihen.
Das 7-Zentimeter-Kraftpaket für sonnige Felsspalten und späte Blütenpracht.
Das Krummblättrige Sandkraut übernimmt in Steingärten die Rolle einer Pionierpflanze, die lückige Stellen auf Gestein schließt. Da sie erst im August blüht, bietet sie Nektar und Pollen zu einem Zeitpunkt an, an dem das Nahrungsangebot für Bestäuber in alpinen Lagen oft schon knapper wird. Obwohl keine spezifischen Daten zu einzelnen Insektenarten vorliegen, nutzen typischerweise kleine Wildbienen und Schwebfliegen die offen dargebotenen Blüten der Nelkengewächse. Ein besonderes Merkmal ist die Fernausbreitung durch den Wind: Mit einem Gewicht von nur 0,2551 mg pro Samenkorn können die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) weite Strecken zurücklegen. So trägt die Pflanze zur Vernetzung von Lebensräumen in steinigen Gartenbereichen bei.
Da das Krummblättrige Sandkraut laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird, solltest du bei der Standortwahl im Familiengarten vorsichtig sein. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Die Pflanze ist zwar nicht als hochgiftig bekannt, sollte aber zur Sicherheit außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.07 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, die Pflanze benötigt für einen kompakten Wuchs maximale Sonnenstrahlung.
Boden: Das Substrat muss sehr mager und kalkarm sein; ideal ist eine Mischung aus Sand und Urgesteinssplitt.
Staunässe (Wasserstau im Boden): Achte unbedingt auf eine hervorragende Drainage, da die Wurzeln bei Nässe schnell faulen.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis November in den Boden.
Wuchshöhe: Mit genau 0,07 m ist sie eine der kleinsten Bewohnerinnen im Steingarten.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da die Polsterform natürlich erhalten bleibt.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt durch ihre leichten Samen (0,2551 mg) und Windausbreitung oft selbst für Nachwuchs in passenden Felsritzen.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, kalkarme Standorte und ergänzt die Polster optisch wunderbar.
Das Krummblättrige Sandkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Gattung der Sandkräuter (Minuartia). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie vor allem in den Alpen auf Silikatfelsfluren (offene Gesteinsflächen auf kalkarmem Boden) heimisch. Die Pflanze wächst ausdauernd als krautiges, nicht verholzendes Polster. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,07 m bleibt sie sehr bodennah und schmiegt sich an das Gestein an. Ihre breitblättrigen, aber sehr schmalen Blätter sind oft charakteristisch sichelförmig gebogen, was ihr den deutschen Namen verliehen hat.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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