Bild folgtKI-generierte IllustrationMinuartia sedoides
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Zwerg-Miere (Minuartia sedoides) an ihren dichten, moosartigen Polstern, die sich wie ein lebendiger Teppich über karge Steine legen. Diese zierliche Pflanze ist ein Spezialist für extreme Lagen und bringt echte alpine Wildnis direkt in deinen Garten. Sie schützt den Boden vor Austrocknung und bietet durch ihren kompakten Wuchs wertvollen Lebensraum für Kleinstlebewesen im Steingarten. Da sie in Deutschland und der Schweiz heimisch ist, leistest du mit ihr einen echten Beitrag zum Erhalt unserer Gebirgsflora. Wenn du einen sonnigen Platz mit kargem Boden hast, ist sie genau die richtige Wahl für dich.
Alpiner Teppichkünstler: Nur 6 Zentimeter hoch und extrem ausdauernd.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Daten liegen keine spezifischen Bestäuberbeziehungen vor, doch ihre Rolle im Ökosystem ist als Bodenfestiger und Pionierpflanze bedeutend. Mit einem Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nur 0,2637 mg nutzt sie den Wind zur Fernausbreitung und besiedelt so neue Nischen. Die dichten Polster dienen als wichtiger Unterschlupf für Spinnen und andere kleine Nützlinge, die im Garten für ein biologisches Gleichgewicht sorgen. Im Winter bleiben die Strukturen erhalten und bieten Schutz für im Boden überwinternde Organismen. In kargen Steingärten erhöht sie so die strukturelle Vielfalt erheblich.
Bitte beachte, dass die Zwerg-Miere nach gärtnerischer Einschätzung als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte an den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.058 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze als Hochgebirgsart viel Licht benötigt.
Sorge für einen sehr durchlässigen, steinigen oder sandigen Boden, um Staunässe (stehendes Wasser) zu vermeiden.
Beachte die geringe Wuchshöhe von 0,06 m; sie sollte nicht von größeren Nachbarpflanzen beschattet werden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Verzichte auf Dünger, da die Art als Hungerläufer an nährstoffarme Standorte angepasst ist.
Eine Vermehrung erfolgt oft natürlich über die leichten Samen, die der Wind im Garten verteilt.
Gute Partnerin: Die Echte Hauswurz (Sempervivum tectorum) – sie teilt die Vorliebe für karge, sonnige Standorte und bildet einen schönen strukturellen Kontrast.
Die Zwerg-Miere gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in den Hochgebirgen Mitteleuropas indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum umfasst alpine Felsfluren und magere Rasen, wo sie oft extremen Witterungsbedingungen trotzt. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,06 m bleibt sie sehr flach, um den Winddruck in Höhenlagen zu minimieren. Die Pflanze ist krautig und nicht verholzt, wobei ihre kleinen, breitblättrigen Blätter einen effektiven Verdunstungsschutz bilden.
1 Video zu Zwerg-Miere

•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →