Bild folgtKI-generierte IllustrationMinuartia verna agg.
Artengruppe
Auffällig sind die zierlichen, weißen Sternblüten und die dichten, polsterartigen Wuchsformen der Frühlings-Miere (Minuartia verna agg.). In deinem Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Spezialistin für karge, trockene Standorte, an denen kaum eine andere Pflanze gedeiht. Mit einer Wuchshöhe von nur 0,08 m schützt sie den Boden vor Austrocknung und Erosion, ohne benachbarte Gewächse zu bedrängen. Da sie speziell an nährstoffarme Kalkstandorte angepasst ist, hilft sie dir, die natürliche Vielfalt magerer Standorte zu bewahren. Wenn du einen Steingarten oder eine Trockenmauer hast, ist dieses robuste Nelkengewächs genau die richtige Wahl für dich.
Zierliches Kraftpaket: Nur 8 Zentimeter hoch und ein Profi für Kalk-Standorte.
Die Frühlings-Miere sichert ihr Überleben in der Natur durch eine effiziente Fernausbreitung; ihre Samen sind mit nur 0,0749 mg extrem leicht und werden vom Wind verbreitet. In deinem Garten übernimmt sie die wichtige Funktion eines Bodenfestigers auf mageren Flächen, was die Erosion an Hängen oder in Fugen verhindert. Obwohl spezifische Daten zu Bestäuberbesuchen fehlen, bieten die dichten Polster einen wertvollen Lebensraum für bodenbewohnende Insekten in extrem sonnigen Lagen. Als Spezialistin für Magerstandorte fördert sie eine Pflanzenvielfalt, die auf herkömmlich gedüngten Flächen nicht existieren könnte.
Bitte beachte, dass die Frühlings-Miere laut Datenbank-Einstufung nicht als kindersicher gilt. Auch wenn sie nicht als klassische Giftpflanze gelistet ist, solltest du Kleinkinder beim Kontakt mit der Pflanze beaufsichtigen. Im Falle eines unbeabsichtigten Verzehrs kannst du dich zur Sicherheit an den Giftnotruf unter 0228 19 240 wenden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.083 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 9), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Die Erde muss sehr nährstoffarm sein (Schwachzehrer / Ellenberg Nährstoffe 1); mische bei Bedarf viel Sand oder Kies unter.
Feuchtigkeit: Halte den Boden eher trocken (Ellenberg Feuchte 3); die Pflanze verträgt keine Staunässe.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Ellenberg Reaktion 7), um ein gesundes Wachstum zu fördern.
Pflanzzeit: Setze die Miere im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Bodenvorbereitung: Magere den Pflanzplatz mit mineralischem Substrat ab, um Konkurrenz durch Gräser zu mindern.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; die Pflanze verbreitet ihre leichten Samen eigenständig über den Wind.
Pflanzpartner: Gute Partnerin ist die Felsen-Fetthenne (Sedum reflexum) – beide teilen die Vorliebe für extrem trockene, sonnige Schotterflächen.
Die Frühlings-Miere (Minuartia verna agg.) ist ein Vertreter der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und in Deutschland als indigen (heimisch) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie alpine Kalkschuttfluren. Morphologisch ist sie eine ausdauernde, krautige Pflanze, die nicht verholzt und dichte Teppiche bildet. Bemerkenswert ist ihre geringe Blattfläche von nur 4,86 mm² bei einem breitblättrigen Blatttyp, was eine effiziente Anpassung an sonnige Standorte darstellt. Sie besiedelt bevorzugt basische Böden in kühleren, nördlichen oder alpinen Klimaten.
3 Videos zu Frühlings-Miere (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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