Bild folgtKI-generierte IllustrationMitopus glacialis (Heer, 1845)
heimisch in Deutschland
BfN Rote Liste Deutschland · 95 %
Der Gletscherweberknecht (Mitopus glacialis) ist ein Spinnentier, das sich durch seine langen, duennen Beine und den kompakten, ovalen Koerper auszeichnet. Als Vertreter der Ordnung Opiliones, den Weberknechten, besitzt er keine Giftdruesen und kann keine Spinnfaeden produzieren. Diese Tiere sind in der Lage, sich bei Gefahr von einem ihrer Beine zu trennen, um Fressfeinden zu entkommen. In deinem Garten suchen sie bevorzugt feuchte und schattige Bereiche auf. Da sie als Allesfresser gelten, ernaehren sie sich von kleinen Insekten, abgestorbenen Pflanzenteilen sowie organischem Material. Du unterstuetzt diese Tiere am besten, indem du Totholz liegen laesst und Laubschichten im Garten belaesst. Ein Verzicht auf Pestizide schont die Lebensgrundlage dieser nuetzlichen Bodenbewohner. Ihre Anwesenheit ist ein Zeichen fuer eine intakte Bodenfauna. Durch ihre Lebensweise tragen sie zur Zersetzung organischer Substanz bei.
Die Aktivitaet dieser Tiere beginnt meist im Fruehjahr. Die Fortpflanzung findet in den Sommermonaten statt. Mit Beginn der kalten Jahreszeit ziehen sie sich zur Winterruhe zurueck.
Der Gletscherweberknecht ist fuer Menschen vollkommen ungefaehrlich, da er weder Gift besitzt noch beissen kann. Er gilt als Nuetzling, da er zur Zersetzung organischer Stoffe beitraegt. Die Art ist nicht besonders geschuetzt.
Der Gletscherweberknecht gehoert zur Familie der Phalangiidae innerhalb der Ordnung der Weberknechte (Opiliones). Die Art ist in Deutschland verbreitet und gilt aktuell als ungefaehrdet. Als Spinnentier unterscheidet er sich durch seinen nicht abgesetzten Koerperbau von den Webspinnen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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