Bild folgtKI-generierte IllustrationMnium hornum
Auch bekannt als: Schwanenhals-Sternmoos
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Arten
Schon von weitem fällt das Schwanenhals-Sternmoos (Mnium hornum) durch seine dichten, dunkelgrünen Polster auf, die wie ein weicher Teppich den Boden überziehen. Wer die Pflanze aus der Nähe betrachtet, erkennt die sternförmig angeordneten Blättchen, die ihr ein beinahe waldartiges Aussehen im Miniaturformat verleihen. In deinem Naturgarten ist dieses Moos ein wertvoller Baustein, da es als spezialisierte Raupenfutterpflanze für den Heidekraut-Wurzelbohrer (Phymatopus hecta) dient. Es speichert Feuchtigkeit wie ein Schwamm und verbessert so das Kleinklima für viele nützliche Bodenbewohner. Wenn du schattige, feuchte Ecken in deinem Garten hast, ist dieses Moos die ideale Besetzung.
Wichtige Kinderstube für den Heidekraut-Wurzelbohrer im schattigen Gartenreich.
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Dieses Moos übernimmt in deinem Garten eine zentrale Rolle als spezialisierter Lebensraum. Nach aktuellen Daten ist es eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Heidekraut-Wurzelbohrer (Phymatopus hecta), dessen Nachwuchs auf solche Moospolster zur Entwicklung angewiesen ist. Die dichten Strukturen bieten zudem Schutz für unzählige Kleinstlebewesen, die als Zersetzer wichtig für den Boden sind. Durch seine hohe Speicherfähigkeit für Regenwasser reguliert es das Mikroklima (das Kleinklima direkt über dem Boden) und schützt empfindliche Bereiche vor Erosion (Abtragung der Erde durch Wasser). Auch wenn es keinen Nektar bietet, ist es für das ökologische Gleichgewicht im Schattengarten von großer Bedeutung.
Die Pflanze wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Ein Verzehr der Moospolster sollte unbedingt vermieden werden, weshalb sie nicht in direkter Reichweite von unbeaufsichtigten Kleinkindern wachsen sollte. Es besteht zwar keine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten, dennoch ist beim Hantieren Vorsicht geboten, um versehentliches Verschlucken von Pflanzenteilen zu verhindern.
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Wähle für das Schwanenhals-Sternmoos einen Platz im Garten, der dauerhaft im Halbschatten oder Schatten liegt. Der Boden sollte stets eine gewisse Grundfeuchtigkeit aufweisen und darf niemals vollständig austrocknen. Ein kalkfreier, eher saurer Untergrund ist für das Gedeihen entscheidend, da das Moos in kalkhaltiger Erde schnell verkümmert.
Pflanzzeit: Du kannst es am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst ab September setzen, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflanzung: Drücke die kleinen Polster vorsichtig auf der feuchten Erde fest, damit die Rhizoiden (Haftfäden) Kontakt zum Boden finden.
Pflege: In Hitzeperioden ist es ratsam, das Moos regelmäßig mit kalkfreiem Regenwasser zu besprühen.
Düngung: Eine Düngung ist nicht notwendig und würde den empfindlichen Pflanzen eher schaden.
Laubmanagement: Falllaub solltest du im Herbst vorsichtig entfernen, damit das Moos nicht darunter erstickt.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Sauerklee (Oxalis acetosella) – beide Arten teilen die Vorliebe für schattige, saure Standorte und bilden zusammen eine natürliche Bodendecke.
Das Schwanenhals-Sternmoos (Mnium hornum) ist in der Region Österreich heimisch und besiedelt dort vor allem schattige Standorte auf kalkfreien Böden. Es wächst in charakteristischen Rasen, die eine Höhe von etwa fünf Zentimetern erreichen können. Die einzelnen Blättchen sind lanzettlich geformt und weisen einen verstärkten Saum sowie eine feine Zähnchenbildung am Rand auf, was unter einer Lupe gut sichtbar ist. Als Moospflanze bildet sie keine echten Wurzeln, sondern Rhizoiden (wurzelähnliche Haftfäden), mit denen sie sich am Untergrund verankert. Die Vermehrung erfolgt über Sporen, die in hängenden Kapseln an langen Stielen ausgebildet werden.
1 Video zu Schwanenhals-Sternmoos

•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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