Bild folgtKI-generierte IllustrationMontia fontana agg.
Artengruppe
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
An seinem zierlichen, polsterartigen Wuchs und den kleinen, fleischigen Blättern lässt sich das Bach-Quellkraut sofort erkennen. Es ist ein unauffälliger, aber ökologisch wertvoller Bewohner nasser Stellen, der auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten steht. In deinem Garten hilft es spezialisierten Arten wie dem Waldbrettspiel (Pararge aegeria), einem Schmetterling, der lichte, feuchte Waldränder bevorzugt. Da es in der freien Natur seltener wird, leistest du mit der Ansiedlung an einem Teichrand oder Bachlauf einen echten Beitrag zum Artenschutz. Probier es doch einfach mal an einer feuchten Stelle aus, wo sonst kaum etwas wächst.
Seltener Feuchtgebiets-Spezialist: Eine Oase für das Waldbrettspiel
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Trotz seiner geringen Größe ist das Bach-Quellkraut eine wichtige Komponente im Ökosystem nasser Standorte. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen Falter wie das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) die Bestände. Die sehr leichten Samen mit einem Gewicht von nur 0.2263 mg dienen Vögeln wie der Schneeammer (Plectrophenax nivalis) als Nahrung. Sogar Wasservögel wie Mähnengänse nutzen die Pflanze als Futterquelle. Die dichten Matten bieten zudem Schutz für kleine Bodenlebewesen an feuchten Uferzonen. Da die Art auf der Vorwarnliste (V) steht, sichert dein Garten wertvolle Bestände für die Zukunft.
Bitte beachte, dass das Bach-Quellkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. In Haushalten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren solltest du daher beim Standort vorsichtig sein. Bei versehentlichem Verzehr oder Unwohlsein kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Die Pflanze sollte rein als Zier- und Naturschutzpflanze betrachtet werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.124 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in der vollen Sonne (Lichtzahl 8), damit die Pflanze kräftig gedeiht.
Der Boden muss dauerhaft feucht sein (Feuchtezahl 7), ideal ist ein Platz direkt am Teichrand.
Ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung (Mittelzehrer) reicht völlig aus.
Die Pflanze bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse (Reaktionszahl 4).
Pflanze das Quellkraut im Frühjahr (März bis Mai), damit es sich vor der Hitze etablieren kann.
Halte einen geringen Pflanzabstand ein, da die Art nur 0.12 m hoch wird und Teppiche bildet.
Lass die verblühten Triebe stehen, damit sich die leichten Samen (0.2263 mg) selbst aussäen können.
Gute Partnerin: Das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) ergänzt das Quellkraut hervorragend, da es die gleichen nassen Standorte liebt.
Das Bach-Quellkraut gehört zur Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae) und kommt in Mitteleuropa an Standorten wie Quellen und Gräben vor. Sein natürlicher Lebensraum sind nasse Äcker und Gewässerränder auf kalkarmen, neutralen bis schwach sauren Böden. Es handelt sich um eine nicht verholzte, krautige Pflanze mit breitblättrigem Laub. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.12 m bleibt sie sehr niedrig und bildet oft dichte Matten. Die Art wird als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) eingestuft, was ihre lange Geschichte in unserer Landschaft belegt.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →