Bild folgtKI-generierte IllustrationMus spicilegus Petényi, 1882
Auch bekannt als: Ahrenmaus, Ährenmaus
Die Neuwiesenmaus (Mus spicilegus) erkennst Du an ihrem zierlichen Körper mit graubraunem Fell, einer helleren Unterseite und einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa acht Zentimetern. In Deinem Garten bevorzugt dieser flinke Nager offene Flächen und Wiesen, wobei er sich deutlich seltener in Gebäude wagt als die verwandte Hausmaus. Das Tier ist dämmerungsaktiv (während der Zeit des Sonnenauf- und -untergangs tätig) und verbringt den Tag in selbst gegrabenen Erdgängen. Als Allesfresser ernährt sich die Art von einer Mischung aus Sämereien, Pflanzenteilen und kleinen wirbellosen Tieren. Den Winter übersteht sie ohne einen echten Winterschlaf, reduziert jedoch ihre Aktivität und nutzt Vorratskammern unter der Erdoberfläche. Du kannst diesen nützlichen Erdbewohner unterstützen, indem Du wilde Ecken im Garten belässt und auf Pestizide (chemische Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen) verzichtest. Ein einfacher Haufen aus Totholz oder Steinen dient ihr als wertvoller Unterschlupf vor Fressfeinden. Als Beutetier für Greifvögel und Eulen ist sie ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Ökosystems.
Die Neuwiesenmaus ist für den Menschen völlig harmlos und nicht giftig. Wie bei allen Wildtieren solltest Du auf direkten Kontakt verzichten, da die Tiere bei Bedrängnis zur Verteidigung beißen können. Ein Umsiedeln ist nicht notwendig, da sie im Garten keine nennenswerten Schäden anrichten.
Die Neuwiesenmaus (Mus spicilegus) ist ein Vertreter der Familie Muridae (Langschwanzmäuse) und in Mittel- sowie Osteuropa heimisch. Sie erreicht eine Körpergröße von sechs bis neun Zentimetern und lebt vorwiegend in offenen Landschaften. Ihre Lebensweise ist durch ein ausgeprägtes Sozialverhalten und das Anlegen komplexer Gangsysteme im Boden gekennzeichnet, die oft gemeinschaftlich genutzt werden.
1 Video zu Neuwiesenmaus

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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