Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Meloidae
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Unverwechselbar ist der Veränderliche Ölkäfer an seinem walzenförmigen, tiefschwarzen Körper mit den drei markanten, gelb-orangen Querbinden auf den Deckflügeln, wobei er eine Körperlänge von etwa 7 bis 16 Millimetern erreicht. Du findest die Käfer meist in den sonnigen Sommermonaten auf offenen Blüten. Es gibt eine Generation pro Jahr, die als erwachsene Käfer vor allem Pollen und Kronblätter fressen. Besonders gerne besuchen sie heimische Doldenblütler wie die Wilde Möhre oder Korbblütler wie die Gemeine Schafgarbe. Die Eiablage erfolgt durch das Weibchen direkt in kleine selbst gegrabene Erdlöcher. Die daraus schlüpfenden Erstlarven werden Triungulinen genannt; das sind sehr bewegliche Larven, die aktiv nach den im Boden liegenden Eipäckchen von Feldheuschrecken suchen. In diesen Gelegen entwickeln sie sich als Parasiten und fressen die Heuschreckeneier. Die Überwinterung findet tief im Erdboden statt, meist im Stadium einer sogenannten Scheinpuppe, einem unbeweglichen Ruhezustand der Larve. Als Gärtner förderst du diese Art, indem du trockenwarme Standorte und lückige Wiesenbereiche erhältst, in denen auch Feldheuschrecken ihre Eier ablegen können.
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Der Käfer produziert bei Gefahr Cantharidin, ein starkes Reizgift, weshalb du ihn nicht mit bloßen Händen berühren solltest. Bei vorsichtiger Beobachtung ohne Körperkontakt ist er jedoch ein völlig harmloser und faszinierender Gartenbewohner.
Der Veränderliche Ölkäfer gehört zur Familie der Meloidae und ist vor allem in wärmebegünstigten Regionen Mitteleuropas verbreitet. Charakteristisch ist seine Hypermetamorphose, eine komplexe Entwicklung mit morphologisch völlig verschiedenen Larvenstadien. Die Käfer nutzen ihre auffällige Warntracht, um Fressfeinde abzuschrecken. Als Imagines, also erwachsene Tiere, sind sie wichtige Bestäuber, während ihre Larven als natürliche Gegenspieler von Heuschrecken fungieren.
7 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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