Bild folgtKI-generierte IllustrationMyosotis sylvatica agg.
Artengruppe
14
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica agg.) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen fünfzähligen, himmelblauen Blüten und dem charakteristischen gelben Ring im Zentrum ist es im Frühling ein unverwechselbarer Anblick. Als heimischer Frühblüher ist die Art für Deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie zeitig im Jahr Nahrung bietet. Davon profitieren unter anderem die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae). Mit seiner zarten Wuchsform bringt es Leben in halbschattige Gartenbereiche. Wenn Du auf der Suche nach einem unkomplizierten Blühakzent bist, machst Du mit dieser Art alles richtig.
Blauer Frühlingsbote und erste Tankstelle für die Bindensandbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Wald-Vergissmeinnicht ein wichtiger Anlaufpunkt für Wildbienen wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum). Auch die spezialisierte Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) besucht die blauen Blüten. Für Schmetterlinge, etwa den Kleinen Kohl-Weißling (Pieris rapae), dient die Pflanze als verlässliche Nektarquelle im April. Sogar die Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger) wird regelmäßig an der Pflanze beobachtet. Da die Samen extrem leicht sind, werden sie über weite Strecken verbreitet und können so neue Lebensräume im Garten erschließen. Die breiten Blätter bieten zudem Schutz für bodennahe Kleinstlebewesen.
Bitte beachte, dass das Wald-Vergissmeinnicht nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn es keine hochgiftige Pflanze ist, sollten Kleinkinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Sollte es dennoch zu einem versehentlichen Verzehr kommen, kannst Du Dich zur Sicherheit an den Giftnotruf unter 0228 19 240 wenden. Im Gartenbeet ist es als reine Zierpflanze dennoch sicher zu handhaben.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.201 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, idealerweise unter lichten Bäumen oder Sträuchern.
Boden: Die Erde sollte ein Mittelzehrer-Standort (normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt) sein.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) gehalten werden; vermeide Staunässe, aber lass ihn auch nicht austrocknen.
Wuchs: Mit 0.2 m Höhe passt es perfekt in den Vordergrund von Beeten.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Vermehrung: Die Art nutzt ihr leichtes Diasporengewicht (Samengewicht) von 0.5879 mg für die Selbstaussaat über den Wind; lass Verblühtes daher für eine natürliche Ausbreitung stehen.
Bodenpflege: Eine Gabe Kompost im Frühjahr unterstützt die Blattentwicklung.
Partnerpflanze: Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen halbschattigen und frischen Standorte liebt.
Das Wald-Vergissmeinnicht gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) – eine Verwandtschaft, die Du an den spürbar behaarten Blättern erkennst. In Deutschland ist es weit verbreitet und besiedelt von Natur aus frische Laubmischwälder und schattige Waldsäume. Als krautige Pflanze (nicht verholzend) erreicht es eine Wuchshöhe von genau 0.2 m. Es bildet Wickel aus, das sind Blütenstände, die sich im Verlauf der Blütezeit schneckenförmig entrollen. Die Pflanze gilt als Indigen (einheimisch) beziehungsweise Archäophyt (eine Art, die bereits vor 1492 eingeführt wurde).
1 Video zu Wald-Vergissmeinnicht (Artengruppe)

13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →