
Myotis bechsteinii (Kuhl, 1817)
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Die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) ist eine mittelgroße, heimische Fledermaus mit auffällig großen Ohren und einem dichten, hellbraunen Fell auf dem Rücken. In deinem Garten schätzt dieser nächtliche Jäger vor allem die Nähe zu altem Baumbestand, da er strukturreiche Landschaften für seine Orientierung benötigt. Als reiner Insektenfresser (Tier, das sich von Wirbellosen ernährt) ist sie für dich äußerst nützlich, da sie die Population von Nachtfaltern und Käfern reguliert. Man findet sie häufig im Umfeld der Gewöhnlichen Esche (Fraxinus excelsior), des Feld-Ahorns (Acer campestre) oder an verschiedenen Weiden wie der Sal-Weide (Salix caprea). Auch die Stiel-Eiche (Quercus robur) und Apfelbäume in deinem Garten dienen ihr als wichtiges Jagdrevier. Den Tag verbringt sie verborgen in Baumhöhlen, kann aber durch das Anbringen spezieller Fledermauskästen gezielt unterstützt werden. Den Winter überdauert sie in einem tiefen Winterschlaf (ein Zustand stark herabgesetzter Körperaktivität), oft in frostfreien Kellern oder Höhlen. Im Februar befindet sie sich noch in dieser Ruhephase und darf keinesfalls gestört werden, um ihre Energiereserven nicht zu erschöpfen. Ein naturnaher Garten mit heimischen Gehölzen wie der Gewöhnlichen Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) bietet ihr die besten Überlebenschancen.
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Diese Fledermausart ist nach geltendem Recht streng geschützt und darf weder gefangen noch in ihrer Lebensstätte gestört werden. Solltest du ein verletztes Tier finden, berühre es bitte nur mit festen Handschuhen, da Wildtiere zur Verteidigung beißen können. Eine Umsiedlung oder eigenmächtige Haltung ist gesetzlich streng untersagt.
Die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sie ist eine typische Waldart, die jedoch regelmäßig in gartennahe Lebensräume mit Altbaumbestand vordringt. Die Art ist streng nachtaktiv (während der Nachtstunden tätig) und nutzt ihre großen Ohren zur Ortung von Beutetieren direkt auf der Vegetation. Mit einer Flügelspannweite von etwa 25 bis 28 Zentimetern ist sie eine geschickte Fliegerin im dichten Unterholz.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1494560044
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