
Myotis myotis (Borkhausen, 1797)
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Das Große Mausohr ist unsere größte heimische Fledermausart mit einer Spannweite von bis zu 40 Zentimetern, kurzem, grau-braunem Fell und auffallend breiten Ohren. In Deinem Garten tritt das Tier meist nachts in Erscheinung, wenn es geschickt und bodennah nach Beute sucht. Als reiner Insektenfresser ist diese Fledermaus für Dich äußerst nützlich, da sie große Mengen an Maikäfern und Laufkäfern vertilgt. Diese Art bevorzugt als Jagdrevier oft lichte Laubwälder, wie sie durch die Gewöhnliche Buche (Fagus sylvatica) geprägt werden. Den Tag verbringen die Tiere bevorzugt in kühlen, zugluftfreien Dachstühlen oder in Baumhöhlen. Im Winter ziehen sie sich in unterirdische Quartiere wie Höhlen oder Stollen zurück, um dort einen tiefen Winterschlaf (Ruhezustand mit stark abgesenkter Körpertemperatur) zu halten. Du kannst diesen geschickten Jägern helfen, indem Du auf Pestizide (chemische Schädlingsbekämpfungsmittel) verzichtest, um das Nahrungsangebot zu sichern. Auch der Erhalt von alten Bäumen wie der Gewöhnlichen Buche (Fagus sylvatica) ist für ihren Lebensraum entscheidend. Ein spezieller Fledermauskasten an der Hauswand bietet oft einen willkommenen Ersatz für natürliche Quartiere. Da die Tiere sehr ortstreu sind, kehren sie bei guten Bedingungen jedes Jahr in Deinen Garten zurück.
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Das Große Mausohr ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und darf weder gefangen noch gestört werden. Sollte sich ein Tier in Deine Wohnung verirrt haben, öffne das Fenster weit und lass es von selbst hinausfliegen. Fasse Fledermäuse niemals mit bloßen Händen an, da sie zur Verteidigung beißen können.
Das Große Mausohr (Myotis myotis) gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) und ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien heimisch. Mit einer Körperlänge von bis zu 8 Zentimetern zählt es zu den größten europäischen Fledermäusen. Die Art lebt gesellig in sogenannten Wochenstuben (Zusammenschlüsse von Weibchen zur Jungenaufzucht) in Gebäuden, jagt jedoch bevorzugt in forstwirtschaftlich genutzten Laubwäldern. Ihre Echoortung ist perfekt auf das Aufspüren von Beute am Boden angepasst.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © www.NaturePhoto.cz / Adobe Stock
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