Bild folgtKI-generierte IllustrationMyriophyllum verticillatum
Auch bekannt als: Quirliges Tausendblatt
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den vier- bis sechszähligen Blattquirlen, die wie feingliedrige Kränze um den Stängel angeordnet sind, lässt sich das Quirl-Tausendblatt (Myriophyllum verticillatum) sofort erkennen. Diese heimische Wasserpflanze ist ein unersetzlicher Baustein für das biologische Gleichgewicht in Deinem Gartenteich, da sie als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) dem Wasser überschüssige Nährstoffe entzieht und so Algenwuchs vorbeugt. Während die unscheinbaren Blütenstände im Sommer über die Wasseroberfläche ragen, bildet sie unter Wasser dichte Strukturen, die vielen Lebewesen Schutz bieten. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird die Pflanze auch gern von der Nutria besucht. Wenn Du einen klaren Teich und eine natürliche Wasserreinigung anstrebst, ist diese Art genau das Richtige für Dich.
Heimische Sauerstoffpumpe: Das Quirl-Tausendblatt klärt Deinen Teich natürlich.
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Nach aktuellen ökologischen Daten leistet das Quirl-Tausendblatt einen wesentlichen Beitrag zur Biodiversität im Gartenteich. Die dichten Unterwasserwälder bieten einen geschützten Raum für die Eiablage von Amphibien und sind ein wichtiger Lebensraum für kleine Wasserorganismen. Obwohl die Blüten für uns eher unscheinbar sind, dient die Pflanze als Futterquelle für verschiedene Wasserbewohner, wobei explizit die Nutria als Besucher genannt wird. Die Diasporen sind mit 1,5 mg extrem leicht, was die natürliche Ausbreitung in neue Gewässerabschnitte unterstützt. Durch die hohe Nährstoffaufnahme verbessert sie die Wasserqualität indirekt für alle im Teich lebenden Arten, indem sie Trübungen entgegenwirkt.
Bitte beachte, dass das Quirl-Tausendblatt als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, sollte der Teich ohnehin stets gut gesichert sein. Trage bei Arbeiten im Teich am besten Gartenhandschuhe und wasche Dir nach dem Kontakt mit den Wasserpflanzen gründlich die Hände.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.332 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), damit das Wasser im Sommer kühl bleibt.
Die Pflanze benötigt dauerhafte Nässe oder eine Wassertiefe, in der sie vollständig untertauchen kann (Ellenberg Feuchte 12).
Achte auf kalkhaltiges oder basisches Wasser (Ellenberg Reaktion 7), da sie in saurem Milieu stagniert.
Da sie ein Starkzehrer ist, gedeiht sie am besten in nährstoffreichem, fettem Boden am Teichgrund oder in speziellen Pflanzkörben.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von April bis Mai, damit sie bis zum Sommer gut anwurzeln kann.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 cm ein, um den flutenden Trieben genug Raum zu geben.
Eine Pflege ist kaum nötig, bei zu starker Ausbreitung kannst Du die Triebe im Spätsommer einfach mit dem Rechen ausdünnen.
Gute Partnerin: Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – sie besiedelt den nassen Uferrand und ergänzt das Unterwassergrün des Tausendblatts durch ihre frühe, leuchtend gelbe Blüte.
Das Quirl-Tausendblatt gehört zur Familie der Tausendblattgewächse (Haloragaceae) und ist als indigene (ursprünglich heimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind stehende oder langsam fließende, kalkreiche Gewässer. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,33 m und ist eine nicht verholzte, krautige Pflanze. Eine morphologische Besonderheit sind die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die nur 1,5 mg wiegen und so eine Fernausbreitung durch Wasserströmungen oder Wind ermöglichen. Trotz ihrer filigranen Erscheinung ist sie robust und winterhart, sofern sie tief genug im Wasser steht.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →