Bild folgtKI-generierte IllustrationKobresia myosuroides
Auch bekannt als: Ähren-Schuppenried
Du erkennst das Nacktried (Kobresia myosuroides) an seinen dichten, igelartigen Horsten und den eher unscheinbaren, bräunlichen Ährchen. In der Natur prägt dieses kleine Sauergras ganze Gebirgslandschaften und ist ein wahrer Überlebenskünstler für extreme Lagen. Da es kalkhaltigen Boden liebt und als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) mit sehr wenig auskommt, bereichert es Steingärten, die anderen Gewächsen zu karg sind. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bietet das dichte Graswerk wertvollen Schutz und Struktur für die kleinsten Bewohner deines Gartens. Wenn du einen sonnigen, eher kühlen Platz hast, ist dieses Gras eine wunderbare Wahl.
Die robuste Alpinkönigin für sonnige Kalk-Magerbeete und Steingärten.
In der freien Natur übernimmt das Nacktried eine wichtige Funktion als Pionierpflanze und Bodenfestiger in extremen Höhenlagen. In deinem Garten dient es vor allem als Strukturbildner für spezialisierte Lebensräume wie Steingärten oder alpine Beete. Da für diese Art keine spezifischen Daten zu Bestäubern oder Raupen vorliegen, konzentriert sich ihr ökologischer Wert auf die Bereitstellung von Deckung für Kleinstlebewesen. Die dichten Horste schaffen ein Mikroklima, das nützlichen Gliedertieren Schutz vor extremen Witterungseinflüssen bietet. Damit förderst du die Artenvielfalt auf kargen Standorten, die für viele andere Pflanzen unbewohnbar sind.
Das Nacktried wird als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt bei vielen Gräsern an den harten Blättern oder Halmen, die bei unsachgemäßem Kontakt zu kleinen Schnitten führen können oder beim Verschlucken problematisch sind. Achte daher darauf, wo du das Gras in Reichweite von Kleinkindern pflanzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.153 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da das Nacktried als Lichtpflanze (Lichtwert 9) maximale Helligkeit benötigt.
Boden: Der Untergrund muss mager (nährstoffarm) und kalkhaltig (basisch) sein. Mische bei Bedarf etwas Kalksplitt unter.
Feuchtigkeit: Achte auf eine mäßig frische Bodenfeuchte; Staunässe darf jedoch nicht entstehen.
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Wuchshöhe: Mit 0,15 m bleibt die Pflanze sehr niedrig, plane sie daher im Vordergrund deines Beetes ein.
Bodenvorbereitung: Da es ein Schwachzehrer ist, darfst du den Boden keinesfalls düngen; eine Abmagerung mit Sand oder Kies ist oft sinnvoll.
Pflege: Die Pflanze ist nicht verholzt; alte Halme lässt du über den Winter als Struktur stehen und zupfst sie erst im Frühjahr vorsichtig aus.
Pflanzpartner: Eine hervorragende Begleiterin ist die Silberwurz (Dryas octopetala), da sie identische Ansprüche an Kalk und das alpine Klima stellt.
Das Nacktried gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und zur Gattung der Schuppenseggen. In unserer Region ist es vor allem in den Alpen beheimatet, wo es den namensgebenden Nacktried-Rasen auf windexponierten Graten bildet. Morphologisch zeichnet es sich durch seine horstige Wuchsform und eine Wuchshöhe von genau 0,15 m aus. Als typische Gebirgspflanze ist es an kalte Temperaturen (Alpin/Nördlich) angepasst und bevorzugt Standorte, die kalkhaltig oder basisch (einen hohen pH-Wert aufweisend) sind.
1 Video zu Nacktried
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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