Bild folgtKI-generierte IllustrationNarcissus bulbocodium
Auch bekannt als: Reifrock-Narzisse
Unverwechselbar ist die Reifrock-Narzisse (Narcissus bulbocodium) durch ihre auffallend große, trichterförmige Nebenkrone, die wie ein historischer Reifrock über den sehr schmalen, fast fadenförmigen äußeren Blütenblättern thront. Für deinen Naturgarten ist sie ein wertvoller Schatz, da sie als früher Zwiebelblüher in Regionen mit sauren Böden eine ökologische Nische besetzt, die viele andere Pracht-Narzissen meiden. Da sie in Deutschland und Österreich heimisch ist, fügt sie sich perfekt in naturnahe Gartenkonzepte ein. Mit ihrer geringen Größe von nur 0,14 m passt sie wunderbar in Steingärten oder an lichte Gehölzränder. Wenn du ihr den richtigen, eher mageren Platz gibst, wird sie dich jedes Jahr aufs Neue mit ihrer architektonischen Eleganz erfreuen.
Die 14 cm kleine Nostalgie-Narzisse: Ein architektonisches Highlight für saure Böden.
In der ökologischen Gartenkultur spielt die Reifrock-Narzisse eine wichtige Rolle als früher Nektar- und Pollenspender. Da sie bereits zeitig im Frühjahr blüht, bietet sie Nahrung für Insekten, die bei mäßig warmen Temperaturen (Temperatur 6) bereits aktiv sind. Da keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, lässt sich nach allgemeinen Beobachtungen sagen, dass besonders früh fliegende Wildbienen und Hummeln von dem Angebot profitieren. Die Pflanze ist ein Spezialist für magere Standorte und fördert so die floristische Vielfalt in Gartenbereichen, die für nährstoffhungrige Zierpflanzen ungeeignet sind. Durch ihre Standorttreue bildet sie bei guten Bedingungen über Jahre hinweg stabile Bestände.
Die Reifrock-Narzisse ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie alle Amaryllisgewächse enthält sie in allen Pflanzenteilen, besonders in der Zwiebel, giftige Alkaloide, die bei Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen können. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.137 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Licht 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden ungefiltertes Sonnenlicht erhält.
Der Boden sollte frisch (Feuchte 4), also mäßig feucht sein, darf aber im Winter nicht zur Staunässe neigen.
Achte auf einen nährstoffarmen Platz (Nährstoffe 3); als Schwachzehrer benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger.
Die Erde muss unbedingt sauer sein (Reaktion 3); kalkhaltige Böden sollten mit saurem Substrat aufbereitet werden.
Pflanze die Zwiebeln im Herbst (September bis November) etwa 5 bis 10 cm tief in die Erde.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 10 cm ein, damit sich die kleinen Gruppen gut entwickeln können.
Lasse das Laub nach der Blüte vollständig vergilben, bevor du es entfernst, damit die Zwiebel die Nährstoffe für das nächste Jahr speichern kann.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) – sie teilt die Vorliebe für saure, magere und sonnige Standorte und sorgt für eine späte Blüte im Jahr.
Die Reifrock-Narzisse gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen. Sie ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt dort vorrangig saure, mäßig feuchte Standorte. Als krautige Pflanze überdauert sie den Winter in Form einer Zwiebel unter der Erde. Morphologisch zeichnet sie sich durch eine Blattfläche von 294,73 mm² und ihre charakteristische Blütenform aus, bei der die Nebenkrone die eigentlichen Kronblätter optisch dominiert.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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