Bild folgtKI-generierte IllustrationNasturtium officinale
Auch bekannt als: Bachkresse, Echte Brunnenkresse, Gemeine Brunnenkresse, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse
Artengruppe
6
Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Gewöhnliche Brunnenkresse (Nasturtium officinale) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren fleischigen, dunkelgrünen Blättern und den strahlend weißen Blütenpolstern ist sie eine Zierde für jeden Wasserlauf. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie als Lebensraum für spezialisierte Insekten dient. Nach aktuellen Beobachtungsdaten schätzt vor allem der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) die Pflanze als Nektarquelle. Auch der Himbeerkäfer (Byturus ochraceus) stellt sich regelmäßig an den Blüten ein. Wenn du einen Bachlauf oder eine flache Teichzone hast, solltest du dieser heimischen Art unbedingt einen Platz geben.
Lebendiges Wasser: Sechs Monate Blühfreude und Nahrung für Falter
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Die Gewöhnliche Brunnenkresse bietet über einen langen Zeitraum von Mai bis Oktober Nahrung. Besonders wertvoll ist sie für den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae), der die Blüten intensiv nutzt. Auch Käferarten wie der Himbeerkäfer (Byturus ochraceus) finden sich regelmäßig auf den weißen Blütendolden ein. Da die Pflanze oft wintergrün bleibt und dichte Matten im Wasser bildet, dient sie als wichtiger Rückzugsort für Kleinstlebewesen und Bachflohkrebse. Vögel finden in den verblühten Samenständen im späten Herbst eine zusätzliche Futterquelle. Ihr ökologischer Wert liegt vor allem in der langen Blühphase und der Strukturgebung in Gewässern.
Die Gewöhnliche Brunnenkresse wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an der Gefahr einer Infektion mit dem Großen Leberegel (ein Parasit), wenn die Pflanze in Gewässern wächst, die durch Weidetiere verunreinigt sind. Zudem besteht am direkten Wasserstandort immer ein gewisses Unfallrisiko für Kleinkinder.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.56 m
Standort: Wähle einen halbschattigen Platz direkt am Wasser.
Wasser: Die Pflanze benötigt ständig feuchte bis nasse Verhältnisse, ideal ist langsam fließendes Wasser.
Boden: Sie bevorzugt einen fetten Boden. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Bedarf an Nährstoffen) gedeiht sie am besten in stickstoffreichem Substrat.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November ein.
Pflege: Die Brunnenkresse ist pflegeleicht, solange sie nie austrocknet. Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich.
Vermehrung: Du kannst einfach Kopfstecklinge schneiden und sie direkt in den feuchten Schlamm stecken.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Bach-Berle (Berula erecta). Beide Arten sind an das Leben im Wasser angepasst und bilden zusammen einen dichten, ökologisch wertvollen Ufersaum, der die Wasserqualität durch Nährstoffaufnahme verbessert.
Die Gewöhnliche Brunnenkresse (Nasturtium officinale) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gilt als indigen (ursprünglich in diesem Gebiet vorkommend). Ihr natürlicher Lebensraum sind saubere, kühle und fließende Gewässer sowie Quellaustritte. Die Pflanze wächst kriechend oder flutend und bildet an den hohlen Stängeln Wurzeln aus, was ihr eine schnelle Ausbreitung an geeigneten Standorten ermöglicht. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) zeigt sie oft einen üppigen Wuchs an stickstoffreichen Stellen.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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