
Natrix natrix
Auch bekannt als: Barren-Ringelnatter, Couleuvre à collier, Nördliche Ringelnatter, Ringelnatter
Die Gemeine Ringelnatter (Natrix natrix) erkennst du an ihrer meist grauen bis olivgrünen Färbung und den markanten gelben bis weißlichen Halbmonden direkt hinter dem Kopf. Diese schlanke Schlange bewegt sich elegant und ist in deinem Garten vor allem in der Nähe von Teichen oder feuchten Gräben zu finden. Als wechselwarmes Reptil – ein Tier, das seine Körpertemperatur nicht selbst reguliert, sondern von der Umgebungswärme abhängt – ist sie vorwiegend tagaktiv (während des Tages wach). Sie ernährt sich räuberisch von kleinen Tieren im und am Wasser. Den Winter verbringt sie in einer Winterstarre (Zustand extremer Inaktivität bei Kaltblütern), die im Februar noch andauert. In dieser Zeit verharrt sie tief in frostsicheren Erdlöchern oder unter großen Haufen aus organischem Material. Du kannst ihr helfen, indem du Totholzhaufen oder Kompostmieten (geschichtete organische Abfälle) als Winterquartier anlegst und diese bis zum Frühjahr ungestört lässt. Auch Trockenmauern (ohne Mörtel geschichtete Steine) bieten ihr wichtige Plätze zum Aufwärmen in der Sonne.
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Die Ringelnatter ist für Menschen absolut ungiftig und verhält sich äußerst friedfertig. Da sie unter Naturschutz steht, ist das Fangen oder eigenmächtige Umsiedeln gesetzlich verboten. Bei Bedrohung sondert sie ein übelriechendes Sekret ab oder stellt sich tot, beißt jedoch so gut wie nie.
Die Gemeine Ringelnatter gehört zur Familie der Nattern (Colubridae) und ist eine der häufigsten Schlangenarten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie besiedelt bevorzugt Lebensräume in Gewässernähe, kommt aber auch in Gärten mit angrenzenden Feuchtwiesen vor. Weibchen erreichen eine Länge von bis zu 120 Zentimetern, während Männchen meist deutlich kleiner bleiben. Ihre Lebensweise ist semiaquatisch (teilweise im Wasser lebend), wobei sie hervorragend schwimmt und taucht.
1 Video zu Gemeine Ringelnatter

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF — Occurrence data via GBIF Backbone Taxonomy
•Foto: © Benny Trapp bennytrapp@gmx.de / Adobe Stock / AdobeStock_113711747
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