Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Adelidae
Wenn du im Mai oder Juni durch deinen Garten gehst, fällt dir vielleicht ein kleiner Falter auf, der durch seine außergewöhnlich langen Fühler besticht. Es handelt sich um Nematopogon swammerdamella, auch als Hellgelber Langhornfalter bekannt. Bei den Männchen sind diese fadenförmigen Tastorgane fast dreimal so lang wie die Vorderflügel. Die Flügel selbst sind blass ockergelb und fein geädert, mit einer Spannweite von etwa 18 bis 22 Millimetern. Dieser Falter gehört zu den Langhornmotten (Adelidae), einer Familie von Kleinschmetterlingen. Im Gegensatz zu vielen anderen Nachtfaltern ist diese Art tagaktiv. Du kannst sie besonders gut beobachten, wenn sie in der milden Mittagssonne in tänzelndem Flug um die Zweige von Gebüschen oder am Rand von Hecken schweben.
Für den Erhalt dieser Art ist ein naturnaher Umgang mit dem Garten entscheidend. Da die Raupen am Boden in der Streuschicht leben, solltest du auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und Kunstdünger komplett verzichten. Ein akkurat kurz gehaltener Rasen bietet diesen Tieren keinen Lebensraum. Stattdessen hilft es dem Falter sehr, wenn du unter Sträuchern und Hecken das herbstliche Laub liegen lässt. Die Larven sind Detritusfresser, das heißt, sie ernähren sich von zerfallendem organischem Material. Wenn du Ordnung im Garten durch eine 'wilde Ecke' ersetzt, schützt du die empfindlichen Entwicklungsstadien dieser spezialisierten Mottenart.
Systematisch gehört Nematopogon swammerdamella zur Familie der Adelidae und zur Gattung Nematopogon. Der wissenschaftliche Artname ehrt den niederländischen Naturforscher Jan Swammerdam. In deinem Garten bevorzugt der Falter halbschattige Bereiche mit Gehölzbestand, da die Raupen für ihre Entwicklung auf eine intakte Laubschicht angewiesen sind. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist die fast einfarbige, helle Färbung der Vorderflügel, die keine dunkle Querbinden aufweist, wie es bei manchen verwandten Arten der Fall ist. Die Falter sitzen oft mit steil dachförmig zusammengelegten Flügeln auf Blättern, wobei die langen Fühler nach vorne gestreckt oder in weitem Bogen über den Körper nach hinten geführt werden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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