Bild folgtKI-generierte IllustrationNephrolepis cordifolia
Auch bekannt als: Nephrolepis cordifolia
Wer den Schwertfarn (Nephrolepis cordifolia) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine dichten, sattgrünen Wedel bringen eine fast dschungelartige Atmosphäre in schattige Gartenecken. Als Farn blüht er zwar nicht, doch er erfüllt eine wichtige ökologische Funktion, indem er durch Verdunstung die Luftfeuchtigkeit reguliert und kühle Rückzugsorte für die Erdkröte (Bufo bufo) schafft. In den dichten Blattstrukturen finden zudem nützliche Laufkäfer (Carabidae) sicheren Schutz vor Fressfeinden. Mit seiner stattlichen Erscheinung strukturiert er dunkle Gartenbereiche und wertet das Mikroklima spürbar auf. Wenn du einen feuchten Platz im Halbschatten hast, wird dich diese Pflanze begeistern.
Strukturstarker Schattenspender: Der ein Meter hohe Farn für feuchte Gartenwinkel.
Da Farne keine Blüten bilden, bieten sie keinen Nektar oder Pollen für Fluginsekten an. Dennoch ist ihr ökologischer Wert groß: Durch die Transpiration (Wasserverdunstung über die Blätter) erzeugen sie ein feuchtes Kleinklima, das für den Feuersalamander (Salamandra salamandra) und die Weinbergschnecke (Helix pomatia) überlebenswichtig ist. Die dichten Wedel dienen zudem als Versteck für verschiedene Arten von Laufkäfern (Carabidae), die im Garten als natürliche Schädlingsbekämpfer fungieren. Die leichten Sporen werden durch den Wind verbreitet, was dem Farn ermöglicht, auch entlegene Mauerritzen oder feuchte Nischen zu besiedeln.
Die Pflanze ist nach aktuellen Daten als nicht kindersicher eingestuft. Bei Verdacht auf eine Vergiftung oder bei Unwohlsein nach Kontakt mit der Pflanze kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Wedel oder der Wurzelknollen verschlucken.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten oder Schatten, da pralle Mittagssonne die empfindlichen Wedel verbrennt.
Der Boden sollte humos (reich an zersetztem organischem Material) und gleichmäßig feucht sein.
Pflanze den Farn im Frühjahr (März bis Mai), damit er sich vor der kalten Jahreszeit gut verwurzeln kann.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 60 Zentimetern ein, um der Wuchshöhe von 1,0 m ausreichend Raum zu geben.
Nutze zum Gießen am besten kalkarmes Regenwasser, um die Bodenbeschaffenheit ideal zu halten.
Da die Pflanze nicht vollständig frosthart ist, solltest du sie im Winter mit Reisig schützen oder in einem kühlen Raum überwintern.
Schneide vertrocknete Wedel erst im zeitigen Frühjahr ab, um das Herz der Pflanze vor Frost zu bewahren.
Gute Partnerin: Die Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) – sie ist heimisch, liebt die gleiche Feuchtigkeit und bildet einen tollen Kontrast.
Der Schwertfarn gehört zur Familie der Nephrolepidaceae innerhalb der Ordnung der Tüpfelfarnartigen (Polypodiales). In Mitteleuropa findet man ihn aufgrund seiner Herkunft aus wärmeren Regionen meist in milden Lagen oder als Kübelpflanze auf der Terrasse. Charakteristisch sind seine unterirdischen Stolonen (waagerechte Triebstangen), an denen sich oft kleine Knollen (Speicherorgane) bilden. Diese Tubera ermöglichen es der Pflanze, kurze Trockenperioden zu überstehen, was für Farne eher ungewöhnlich ist. Die Vermehrung erfolgt nicht über Blüten, sondern über winzige Sporen an den Blattunterseiten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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