Bild folgtKI-generierte IllustrationNicandra physalodes
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An den blassblauen, glockenförmigen Blüten mit ihrem hellen Schlund lässt sich die Giftbeere sofort erkennen. Als einjähriges Nachtschattengewächs bringt sie Farbe in Deinen Garten und dient vor allem als wertvolle Futterquelle für Insekten wie die Honigbiene. Auch der Zweipunkt-Marienkäfer ist ein häufiger Gast auf ihren breiten Blättern. Die Pflanze ist ein idealer Lückenfüller für sonnige Beete, die einen kräftigen Nährstoffschub vertragen können. Probier es doch mal aus, wenn Du einen frischen, kalkreichen Platz frei hast.
Blaue Blütenpracht bis in den Oktober: Ein Schlaraffenland für Honigbienen.
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Die Giftbeere stellt von Juli bis Oktober eine beständige Nahrungsquelle dar. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie regelmäßig von der Honigbiene (Apis mellifera) angeflogen. Zudem ist der Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata) häufig auf der Pflanze zu finden. Die großen Blätter mit einer Fläche von über 8800 mm² bieten Schutz und Jagdgründe für kleine Nützlinge. Da die Samen sehr leicht sind, können sie über weite Strecken durch den Wind verbreitet werden, was der Pflanze hilft, neue nährstoffreiche Standorte zu besiedeln.
Die Giftbeere ist in allen Teilen, insbesondere in den Wurzeln und Beeren, leicht giftig. Sie enthält Alkaloide, die bei Einnahme zu Vergiftungen führen können, weshalb sie für Gärten mit kleinen Kindern nicht sicher ist. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.553 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Feuchte 4: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe.
Nährstoffe 7: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen sehr fetten Boden; arbeite reichlich Kompost in das Beet ein.
Bodenbeschaffenheit: Die Erde sollte kalkhaltig oder basisch sein (pH-Wert über 7).
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr zwischen April und Mai ins Freiland.
Wuchshöhe: Sie erreicht eine Höhe von genau 0.55 m.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich durch ihre leichten Samen oft selbst aus; das Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) beträgt nur 0,8724 mg.
Gute Partnerin: Die Wilde Möhre (Daucus carota) ist eine hervorragende Begleiterin, da sie ähnliche sonnige Standorte bevorzugt und das ökologische Angebot für Insekten ergänzt.
Die Giftbeere (Nicandra physalodes) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird sie als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) eingestuft. Ihr typischer Lebensraum sind nährstoffreiche Ruderalstellen (durch menschliche Aktivität geprägte Schutt- oder Ödflächen). Morphologisch fällt sie durch ihre krautige Wuchsform ohne Verholzung und die charakteristischen, lampionartigen Fruchthüllen auf, welche die Beeren umschließen.
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →