Bild folgtKI-generierte IllustrationGymnadenia widderi
Auch bekannt als: Nigritella rubra subsp. widderi, Widder-Kohlröschen, Widders Kohlröschen
Unverwechselbar ist Widders Kohlröschen durch seinen kompakten, kopfigen Blütenstand aus zartrosa bis weißlichen Blüten, die oft eine dunklere Spitze aufweisen. Diese seltene Orchidee ist eine echte Spezialistin für kühle Berglagen und bereichert alpine Steingärten oder kalkreiche Magerwiesen (nährstoffarme Wiesen) ungemein. Da sie auf eine Symbiose mit Bodenpilzen (Arbuskuläre Mykorrhiza) angewiesen ist, zeigt sie dir an, dass dein Bodenökosystem gesund und intakt ist. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten in der Datenbank fehlen, ist ihr Erhalt ein wertvoller Beitrag zum Schutz unserer heimischen Orchideenvielfalt. Hol dir mit dieser Rarität ein Stück unberührte Natur direkt in deinen Garten.
Alpine Kostbarkeit: Hol dir die seltene Orchidee der Kalkalpen in deinen Garten.
Widders Kohlröschen ist ökologisch eng mit dem Bodenleben vernetzt. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose) ist sie Teil eines unterirdischen Netzwerks, das den Nährstoffaustausch im Boden reguliert. In der freien Natur dient sie als wichtige Nektarquelle für spezialisierte Insekten der Hochlagen, wobei konkrete Artenbeziehungen noch weiter erforscht werden müssen. Durch die Pflanzung in deinem Garten förderst du die genetische Vielfalt einer Art, die in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet streng geschützt ist. Sie fungiert als Zeigerpflanze für nährstoffarme, giftfreie Standorte und unterstützt so indirekt die gesamte Kleintierwelt deines Gartens.
Bitte beachte, dass Widders Kohlröschen als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Orchideenarten kann sie bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen oder bei Verzehr zu Unwohlsein führen. Die Pflanze sollte daher an einem Platz stehen, an dem sie bewundert, aber nicht von Kleinkindern oder Haustieren bespielt wird.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Jul
Bioregion
Continental
Wähle einen kühlen, eher absonnigen Platz im Garten, da die Pflanze an alpine Temperaturen (Ellenberg Temperatur 2) angepasst ist.
Der Boden muss kalkhaltig, mager und sehr gut durchlässig sein, um Staunässe konsequent zu vermeiden.
Pflanze die Orchidee idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 bis 20 cm ein, damit sich die Pflanze konkurrenzfrei entwickeln kann.
Verzichte unbedingt auf Dünger, da die lebensnotwendige Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) durch Stickstoff zerstört wird.
Lasse die Pflanze nach der Blüte im Juli unangetastet, damit sie Kraft für das nächste Jahr sammeln kann.
Eine Vermehrung im Garten ist schwierig und gelingt meist nur über Selbstaussaat bei perfektem Bodenmilieu.
Gute Partnerin: Kalk-Blaugras (Sesleria albicans) – es bietet den natürlichen Wurzelschutz und hat identische Ansprüche an den Kalkgehalt.
Das Widders Kohlröschen gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind alpine Matten und Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) in höheren Lagen. Morphologisch zeichnet es sich durch einen eher niedrigen Wuchs und die charakteristische, fast kugelige Blütenform aus. Als Endemit der Ostalpen kommt diese Art weltweit ausschließlich in diesem begrenzten Gebirgsraum vor, was ihre Ansiedlung im Garten zu einem echten Naturschutzprojekt macht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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