Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Auffällig ist bei der Wespenbiene Nomada glaucopis die wespenähnliche Zeichnung mit gelben Binden auf dunklem Grund und rötlichen Beinen bei einer Körpergröße von etwa acht bis elf Millimetern. Als sogenannte Kuckucksbiene – ein Brutparasit, der keine eigenen Nester baut – sammelt sie keinen Pollen, sondern legt ihre Eier heimlich in die Nester der Gemeinen Sandbiene (Andrena flavipes). Es gibt zwei Generationen im Jahr, die jeweils zeitgleich mit ihrem Wirt fliegen. Im Frühjahr ernähren sich die adulten Tiere vom Nektar heimischer Weiden (Salix), während die Sommergeneration oft an Brombeeren (Rubus fruticosus agg.) oder Rainfarn (Tanacetum vulgare) zu finden ist. Die Larve schlüpft im Nest des Wirtes, zerstört dessen Ei und verzehrt den gelagerten Pollenvorrat. Die Überwinterung erfolgt als fertiges Insekt in der unterirdischen Brutzelle des Wirtes. Du kannst diese Art fördern, indem du ihren Wirten sandige Bodenstellen anbietest und auf heimische Korbblütler als Nektarquellen setzt.
Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Wie alle heimischen Wildbienenarten ist sie nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und verfügt über einen so schwachen Stachel, dass eine Berührung für den Menschen folgenlos bleibt.
Ernährung & Verhalten
Nahrung
cleptoparasite
Generationen/Jahr
univoltin
Nomada glaucopis gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und innerhalb der Gattung Nomada zu den spezialisierten Brutparasiten. Die Art ist in Mitteleuropa verbreitet, sofern ihre Wirtsbienen geeignete Lebensräume finden. Für Laien ist sie durch das Fehlen einer Sammeleinrichtung (Scopa) an den Beinen und den suchenden Flug dicht über dem Erdboden erkennbar. Ihr Vorkommen im Garten zeigt eine vitale Population der Gemeinen Sandbiene an.
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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