Bild folgtKI-generierte IllustrationNomioides minutissimus (Rossi, 1790)
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Du erkennst die Dünen-Steppenbiene an ihrer winzigen Körpergröße von nur etwa 3 bis 4 Millimetern und der auffälligen, hellgelben Bänderung auf dem dunklen Hinterleib. Diese Biene bringt pro Jahr nur eine einzige Generation hervor, deren Weibchen ihre Nester in selbst gegrabene Gänge im sandigen Boden anlegen. Im späten Frühling und frühen Sommer besucht sie bevorzugt den Feld-Mannstreu (Eryngium campestre) und die Drüsige Kugeldistel (Echinops sphaerocephalus). Die Larven ernähren sich von einem Gemisch aus Nektar und Pollen, das die Mutterbiene sorgsam in den unterirdischen Brutkammern deponiert. Das Tier überwintert als Imago (erwachsenes Tier) oder Ruhelarve in den schützenden Erdschichten tief unter der Frostgrenze. Du kannst diese seltene Art in deinem Garten fördern, indem du offene Sandstellen in sonniger, regengeschützter Lage schaffst. Pflanze zudem heimische Doldenblütler wie den Feld-Mannstreu an, um ihr eine Lebensgrundlage zu bieten. Achte darauf, Bodenstellen unversiegelt zu lassen, damit die flinken Tiere ihre Gänge graben können.
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Die Dünen-Steppenbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Ihr winziger Stachel kann die menschliche Haut nicht durchdringen, weshalb von ihr keinerlei Gefahr ausgeht. Da sie auf der Roten Liste steht, darf sie nicht gefangen oder in ihrer Lebensweise gestört werden.
Die Dünen-Steppenbiene (Nomioides minutissimus) gehört zur Familie der Halictidae (Schmal- und Furchenbienen) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie eine seltene Erscheinung, die streng an warme, sandgeprägte Standorte gebunden ist. Sie lebt solitär (einzeln lebend) und bildet keine Völker, auch wenn mehrere Weibchen ihre Nester oft nah beieinander anlegen. Durch ihre geringe Größe und die wespenähnliche Färbung ist sie für Laien leicht mit sehr kleinen Schmalbienen zu verwechseln, wirkt aber deutlich graziler.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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