
Nyctalus noctula (Schreber, 1774)
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Der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) ist eine unserer größten heimischen Fledermausarten mit einer Flügelspannweite von bis zu 40 Zentimetern und einem kurzen, glänzenden Fell in warmem Rostbraun. Er bevorzugt als Lebensraum parkähnliche Landschaften und lichte Wälder, nutzt aber auch Gärten mit altem Baumbestand als Jagdrevier oder Quartier. Als reiner Insektenfresser jagt er bereits in der frühen Dämmerung in großer Höhe nach Käfern, Nachtfaltern und Mücken. Diese Fledermausart ist für ihre weiten Wanderungen zwischen Sommer- und Winterquartieren bekannt. Den Winter verbringen die Tiere im Winterschlaf (Zustand mit stark abgesenktem Stoffwechsel), oft gesellig in Baumhöhlen oder tiefen Gebäudespalten. Im Garten profitiert die Art besonders von Strukturen an der Silber-Pappel (Populus alba) oder der Schwarz-Pappel (Populus nigra). Auch die Gewöhnliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) und die Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior) sowie der Drüsige Götterbaum (Ailanthus altissima) bieten ihnen wichtige Unterschlupfmöglichkeiten oder Jagdgründe. Ihr könnt den Tieren helfen, indem ihr alte Bäume mit Höhlen erhaltet oder spezielle Fledermauskästen in großer Höhe anbringt. Ein naturnaher Garten ohne Pestizide (chemische Pflanzenschutzmittel) sorgt zudem für ein reiches Angebot an Fluginsekten.
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Wie alle heimischen Fledermausarten steht der Große Abendsegler unter strengem Naturschutz und darf weder gestört noch gefangen werden. Ein aktives Umsiedeln durch Privatpersonen ist gesetzlich verboten. Sollte ein Tier am Boden gefunden werden, fasst es bitte nur mit dicken Handschuhen an, da Fledermäuse bei Verteidigung beißen können.
Der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) und ist in weiten Teilen Europas bis nach Zentralasien verbreitet. Mit einer Körperlänge von bis zu 8,2 Zentimetern zählt er zu den stattlichsten heimischen Fledermäusen. Die Tiere führen eine wandernde Lebensweise und legen zwischen ihren Fortpflanzungsgebieten und den Überwinterungsorten oft weite Distanzen zurück. Sie sind spezialisierte Luftjäger, die ihre Beute im freien Luftraum oberhalb der Baumkronen orten und fangen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1267819285
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