Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Wenn du im Garten auf Nyssus pseudomaculatus stößt, begegnest du einer Vertreterin der Familie der Gnaphosidae, den Plattbauchspinnen. Diese Spinnen zeichnen sich durch ihren flachen Körperbau aus, der es ihnen ermöglicht, in engen Spalten unter Rindenstücken oder in Steinhaufen zu leben. Da sie keine Fangnetze bauen, um Beute zu fangen, jagen sie als sogenannte freijagende Lauerjäger aktiv am Boden oder in niedriger Vegetation. Die Färbung ist meist unauffällig, was eine hervorragende Tarnung in ihrem Lebensraum bietet. Die Art ist in Europa auf das Vereinigte Königreich beschränkt, was sie zu einer bemerkenswerten Beobachtung macht, falls du in diesem geografischen Raum gärtnerst.
Der Jahreszyklus dieser Plattbauchspinne ist eng mit der Umgebungstemperatur verknüpft. Als wechselwarmes Tier orientiert sich ihr Stoffwechsel am Witterungsverlauf. In den frostfreien Monaten sind die Tiere aktiv und gehen auf Jagd. Den Winter überdauern sie meist in geschützten Verstecken, etwa in Totholzstrukturen oder unter einer Laubschicht, in einem Zustand reduzierter Aktivität. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen, beginnen die Tiere wieder mit der Nahrungssuche und der Fortpflanzung.
Wie fast alle Spinnen in unseren Breiten ist Nyssus pseudomaculatus völlig harmlos für den Menschen. Ihre Kieferklauen, die Cheliceren, sind zumeist viel zu schwach, um die menschliche Haut überhaupt zu durchdringen. Solltest du eine dieser Spinnen im Garten entdecken, gibt es keinen Grund zur Sorge. Es sind nützliche Bodenbewohner, die zur natürlichen Regulierung kleinerer Arthropoden, also Gliedertiere wie Insekten oder Asseln, beitragen.
Systematisch gehört Nyssus pseudomaculatus zur Familie der Gnaphosidae (Plattbauchspinnen). Diese Familie ist weltweit verbreitet und umfasst Arten, die ihre Beute meist nachts aktiv überfallen. Die Gattung Nyssus ist innerhalb dieser Gruppe ein spezifisches Taxon – eine biologische Einheit zur Klassifizierung von Lebewesen. Der wissenschaftliche Name folgt der binären Nomenklatur nach Carl von Linné, wobei das erste Wort die Gattung und das zweite die Art bezeichnet.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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